Nordico ist am Sonntag Favorit

Nordico ist am Sonntag Favorit

Aus dem Rennstall von Mario Hofer tritt auch noch Stillmann an. Jockey ist der Franzose Eddi Hardouin.

Krefeld. Es ist seit Jahrzehnten ein Markenzeichen für die Galopprennbahn in Krefeld. Am Sonntag — Beginn ist gegen 13.30 Uhr — wird auf der Stadtwald-Rennbahn wieder das Dr.-Busch-Memorial gelaufen. Das Europa-Gruppe III-Rennen (die Champions-League des Turfs) über 1700 Meter um insgesamt 55 000 Euro gilt als erste aufschlussreiche Vorprüfung für das 145. Deutsche Derby am 6. Juli in Hamburg über 2400 Meter.

Zwischen diesen Distanzen liegen Welten und deshalb muss man auch bis ins Jahr 2002 zurückblicken, um den letzten Derbysieger zu finden, der zuvor das Dr.-Busch-Memorial gewann.

An der Qualität der in Krefeld laufenden Pferde ändert das nichts und diese Wertschätzung trifft extrem für das Feld der zehn Starter am kommenden Sonntag zu. Der Krefelder Trainer Mario Hofer ist mit den beiden Pferden Nordico und Stillman vertreten. Hofers Urteil ist klar: „Ein sehr gut besetztes Rennen. Auch für den Rennclub, was den Wettumsatz betrifft. Ich hoffe, dass beide Pferde von uns im Endkampf sind.“

Das gilt auch für den Besitzer Eckhard Sauren aus Köln. Der erfolgreiche Fondsmanager ist Präsident des Kölner Rennvereins und hat in den vergangenen Jahren sehr viel von dem verdienten Geld in den Galopprennsport investiert, doch der Erfolg stand bislang in keinem Verhältnis zur Investition.

Nordico könnte die Ausnahme werden, denn er hat in Krefeld 2013 das renommierte Ratibor-Rennen gewonnen. Dieser Hengst hat auf der BBAG-Auktion in Iffezheim immerhin 70 000 Euro gekostet.

Für den Ritt am Sonntag wurde Frederic Tylicki aus England engagiert. Hofer: „Er soll ihn auch in späteren Rennen reiten.“ Tylicks Vater Andrzej gewann das Derby 1985 mit dem Ausnahmehengst Acatenango und 1993 mit Lando, aber nie das Busch-Memorial.

Hofers zweites Pferd Stillmann wird vom Franzosen Eddi Hardouin geritten. Hofer: „Wenn Stillmann in Krefeld gewinnt, könnte er im französischen Derby laufen.“ Der Besitzer hätte nichts dagegen. Gefeiert hat Sauren übrigens schon am Montag, denn er ist auch Aufsichtsrat-Mitglied beim Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln.

Mehr von Westdeutsche Zeitung