Neuer Boxstall hat sich etabliert

Neuer Boxstall hat sich etabliert

Der Masters Fight Club an der Weyerhofstraße hat einen Boxabend ausgerichtet.

Krefeld. Die Krefelder Kampfsportszene ist um ein Element reicher. An der Weyerhofstraße (unweit des König-Palastes am Inrath) hat sich der Masters Fight Club angesiedelt. Als Ableger des Master Gym Duisburg, eine der größten und erfolgreichsten Kampfsportschulen Deutschlands, können Interessenten zwischen mehreren Kampfkünsten auswählen. Angeboten werden Kick- und Thaiboxen (KTB), klassisches Boxen, Tae Kwon Do, Hapkido sowie Mixed Martial Arts (MMA). Innerhalb kürzester Zeit hat sich eine mehr als 50 Mann starke Truppe gebildet.

Trainer und Leiter ist Klaus Waschkewitz, der selbst als Kampfsportler mehrere internationale Erfolge, wie den Weltmeistertitel im Kickboxen, feiern konnte. Seine Laufbahn als Trainer begann 1986, als er eine kleine Sportschule in Duisburg gründete. Aus der hat sich im Laufe der Zeit das Masters Gym entwickelt. Zu seinen bekanntesten Schülern in der Szene zählt Stefan Leko (Spitzname „Blitz“), der unter Waschkewitz seine Anfänge machte und unter ihm zu einem der besten deutschen K-1- und KTB-Kämpfer wurde, WM-Titel inklusive.

Der Masters Fight Club ist nicht nur auf Erwachsene ausgerichtet, es gibt auch Kurse speziell für Kinder. Die Rahmenbedingungen an der Weyerhofstraße sind gut. Die Trainingsstätte ist groß, verfügt über einen Boxring, einen Kraftraum und einer Lounge. Auch eigene Sportveranstaltungen werden ausgerichtet, so wie vergangenen Sonntag im Kaya Plaza an der Gladbacher Straße, wo es Wettbewerbe im Boxen, K-1 und MMA gab. Als Gäste waren unter anderem die jüngsten Gegner der Klitschko-Brüder, Manuel Charr und Francesco Pianetta, beides ebenfalls ehemalige Waschkewitz-Schüler, erschienen. Vor gut 900 Zuschauern nahmen mehrere Kämpfer des Masters Fight Club teil. Sie präsentierten sich gut, obwohl sie erst sechs Monate im Training sind. Alle gewannen ihre Kämpfe. „Unsere Jungs haben ihr Potenzial bewiesen, es gab keine unangenehmen Zwischenfälle. Es war eine großartige Veranstaltung und ein erster Erfolg für uns in Krefeld“, sagt Waschkewitz zufrieden.

Jedoch geht es dem Betreiber nicht ausschließlich um Kampfsport. Vielmehr soll der Club ein Allround-Sportzentrum sein. Waschkewitz: „Unser Schwerpunkt liegt eigentlich auf den Angeboten für Kinder und Frauen, zum Beispiel Selbstverteidigung oder allgemeines Fitness-Training. Dasselbe Konzept verfolgen wir auch in Duisburg. Die Wettkämpfer machen bei uns den kleinsten Anteil aus, auch wenn es mich natürlich freut, einen erfolgreichen Kämpfer hervorzubringen.“