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Nervenspiel im Abstiegskampf

Nervenspiel im Abstiegskampf

Fußball-Bezirksligisten Hüls und Tönisberg treffen am Sonntag im Derby aufeinander.

Mitte Dezember sah die Welt noch gut aus. In der Fußball-Bezirksliga, Gruppe 5, spielten der Hülser SV und der VfL Tönisberg eine solide Hinrunde, waren Siebter und Achter im gesicherten Mittelfeld. Abstiegssorgen Fehlanzeige.

Nervenspiel im Abstiegskampf
Foto: Dirk Jochmann/Andreas Bischof

Doch im Fußball geht es manchmal schnell. Vier Monate später sind Tönisberg als Neunter und Hüls als Zehnter zwar tabellarisch nicht tief gefallen. Doch im engen Abstiegskampf zählen die Punkte statt der Tabellenplatz. Für Tönisberg (31) und Hüls (30) beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz 15 nur noch vier beziehungsweise fünf Punkte. Der Kampf um den Klassenerhalt hat bei beiden längst begonnen.

Nach dem späten Tönisberger Hinspielsieg (2:1) bringt das Derby am Hölschen Dyk am Sonntag um 15 Uhr also eine Menge Brisanz mit sich. Für beide gilt: verlieren verboten. Tönisberg-Trainer Karl-Heinz Himmelmann sagt: „Es sind gute Nerven gefragt. Jeder ist in Gefahr und hat nur noch Endspiele vor der Brust. Das gilt auch für Hüls.“ Kollege Stefan Trienekens stimmt dem zu: „Tönisberg hat eine super Mannschaft. Es wird ein enges Spiel mit vielen Emotionen. Aber wir sind zuletzt wieder besser hereingekommen.“

Beide Teams hatten in der Rückrunde mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Aus den letzten neun Ligaspielen holte der Hülser SV nur einen Sieg. Die Remis gegen Sevelen (2:2) und Broekhuysen (0:0) brachten wieder Hoffnung. Zumal in Matthias Dohmen der Top-Torjäger in Broekhuysen erstmals in der Rückrunde über 90 Minuten spielen konnte. Trienekens sagt: „Das hilft uns natürlich. Wir haben vorne wieder mehr Anspielstationen.“

Gleiches Spiel beim Rivalen aus Tönisberg: Anfangs noch mit dem Blick nach oben musste die Mannschaft der personellen Situation ebenfalls Tribut zollen. Nur ein Sieg aus den letzten sechs Spielen zog Tönisberg mit in den Abstiegsstrudel. Himmelmann: „Wir haben Probleme. Aber das hilft nichts. Es wird ein Spiel ohne großen Plan werden.“