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Neele Brandt will in die dritte Liga​

WZ Sportteam 22/23 : Neele Brandt will in die dritte Liga

Die Handballtorhüterin spielt eine wichtige Rolle im Team der Turnerschaft St. Tönis. Sie ist dankbar, dass sie auf die Unterstützung ihrer Familie bauen kann.

Torhüterinnen spielen im Handball oft eine ganz zentrale Rolle, sie können Spiele allein entscheiden, wenn es in der Schlussphase wieder einmal Spitz auf Knopf steht. Diesen Satz kann Neele Brandt, 18-jährige Torhüterin der Turnerschaft St. Tönis, komplett für sich unterschreiben: „Ich habe es schon ein paar Mal erlebt, dass ich mit meinen Leistungen noch ein Spiel zu unseren Gunsten drehen konnte, vor allem wenn es im Angriff oder in der Abwehr bei meiner Mannschaft eben mal nicht so gut lief. Doch genau diese Möglichkeit zu haben, motiviert mich immer wieder aufs Neue.“ Doch für Brandt ist das Geschäft als Torhüterin eine wesentlich komplexere Angelegenheit: „Außer einer guten Fitness und Beweglichkeit, die vorhanden sein muss, bin ich immer dabei, Wurfbilder zu analysieren, genau hinzuschauen, welche Würfe die gegnerischen Angreiferinnen im Repertoire haben, und ich darf ja nicht die Anspannung verlieren.“

Die Studentin war sportlich schon immer ihrem Alter voraus. Bereits mit 14 Jahren trainierte sie im Team der 1. Damen-Mannschaft, mit 16 erhielt sie ein Doppelspielrecht. Und mit den Jugendteams in St. Tönis erreichte sie die Gruppenphase der Jugend Bundesliga, in der Saison 19/20 zog ihr Team sogar ins Achtelfinale ein. „Ja, ich habe immer ein Jahr höher gespielt, als es das Alter erlaubt, doch auf diese Weise habe ich viele Erfahrungen sammeln können.“ Doch die gebürtige Kempenerin, die seit nun mehr sieben Jahren in St. Tönis aktiv ist, hat ein klares Ziel vor Augen: „Ich würde gerne mit unserer ersten Mannschaft in die 3. Liga aufsteigen und mich natürlich als Torhüterin noch weiter entwickeln.“ Neben dem Studium der Kindheitspädagogik an der Hochschule in Mönchengladbach engagiert sich Neele Brandt zudem als Torhüter-Trainerin im Team der weiblichen C-Jugend der Turnerschaft. „Ja, ich bin immer voll beschäftigt, ansonsten bleibt mir eigentlich nur noch Zeit, um mich mit meinen Freunden zu treffen, die Gott sei Dank nicht alle im Handball unterwegs sind.“

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Dankbar ist Neele Brandt, dass die Familie ihr sportliches Engagement würdigt. Vater wie Mutter haben so manchen Kilometer auf der Autobahn geschrubbt, als es in der A-Jugend allein schon zum Auswahltraining nach Leverkusen ging. Auch die ältere Schwester Amelie, die ebenfalls Handball spielt, wie ihre Brüder Maximilian und Steffen haben die Nachzüglerin im Hause Brandt immer unterstützt. ps