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Nationalspielerin Lea Schüller trifft im Pokalfinale nach zwölf Sekunden

Pokalfinale der Frauen : Schüller trifft schnell und verliert doch

Ihren Wechsel zum Bundesligisten FC Bayern München hat die Krefelder Fußballerin Lea Schüller auch damit begründet, dass sie in Zukunft endlich Titel gewinnen will. Beinahe hätte es damit schon am Samstag geklappt, im letzten Spiel im Trikot des Münchener Klassen-Konkurrenten SGS Essen.

Gerade einmal zwölf Sekunden brauchte die Krefelderin im DFB-Pokalendspiel in Köln für den ersten Treffer der Partie gegen den Liga-Rivalen und hohen Favoriten VfL Wolfsburg. Das Rekordtor im spannungsgeladenen Pokalfinale aber hatte an diesem Tag nur einen statistischen Wert. Denn die Essenerinnen verloren schließlich im Elfmeterschießen mit 2:4 gegen den unangefochtenen Deutschen Meister. Nach 90 und 120 Minuten hatte es 3:3 gestanden. Auch Nicole Anyomi, ebenfalls eine Krefelderin, stand im Aufgebot der Außenseiterinnen, musste im zweiten Durchgang auf Grund einer schmerzhaften Verletzung am Steißbein aber ins Krankenhaus gebracht werden.

Für Lea Schüller, die seit 2013 für die SGS am Ball war und nun von Essen nach München übersiedelt, war es der sechste Treffer im DFB-Pokal in der Saison in fünf Partien. Insgesamt war sie im Pokalwettbewerb in 18 Spielen schon 15 Mal erfolgreich vor dem gegnerischen Tor gewesen – eine durchaus eindrucksvolle Bilanz.

Mit ihrem siebten Treffer hätte Schüller ihren Traum von einem Titel wohl schon am Samstag in die Wirklichkeit umgesetzt. Doch vergab sie im zweiten Durchgang eine hochprozentige Chance. Ihr Schuss streifte nur knapp am Tor der Wolfsburgerinnen vorbei.

Genug Zeit, um auf erfolgreiche Titeljagd zu gehen, hat die Nationalstürmerin noch vor sich. Am 12. November wird Schüller erst 23 Jahre alt. Beim FC Bayern München wird sie die Rückennummer elf tragen – übrigens wie ihr altes Vorbild Marco Reus beim deutschen Vizemeister Borussia Dortmund.

anle