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Molina: „Ich will Angriffsfußball spielen lassen“

Molina: „Ich will Angriffsfußball spielen lassen“

Der neue Trainer des Landesligisten TSV Meerbusch spricht übers Team und Ziele.

Er ist der neue Mann an der Seitenlinie des TSV Meerbusch. Drei Jahre lang liefen sich Antonio Molina und Sportdirektor Christoph Peters über den Weg. Das Interesse war beidseitig, doch der Zeitpunkt war einfach nicht der richtige. Nach dem Abstieg in die Landesliga hat es nun endlich geklappt. In Molina übernimmt ein Wunschkandidat das Kommando. Im Gespräch mit der WZ erklärt der 44-Jährige den stark verjüngten Kader, seine Spielphilosophie und warum die Saison auch für ihn völlig neu wird.

Herr Molina, Sie haben ihren Kader stark verändert. Wie anstrengend war die Sommerpause?

Antonio Molina: „Anstrengend ist sicherlich das falsche Wort. Es ist ja mein Hobby und macht mir viel Spaß. Natürlich war es schon intensiv. Wir haben viele Gespräche und Telefonate geführt, aber anstrengend war es nicht.“

Die Abgänge wurden durch junge Zugänge kompensiert. Kein Spieler ist älter als 25 Jahre.

Molina: „Wir haben diese Entscheidung bewusst getroffen, auch schon vor dem Abstieg. Mit Sergen Sezen und Drilon Istrefi haben wir zwar zwei Spieler verloren, die wir gerne behalten hätten, aber wir konnten auch viele halten. Die neuen Spieler bringen frischen Wind rein, und das ist genau das Richtige.“

Was erhoffen Sie sich von den vielen Neuzugängen?

Molina: „Das kann man so pauschal nicht sagen, jeder hat seine Stärken. In Takehiro Kubo kommt einer zurück, der hier schon bewiesen hat, was er drauf hat. Ridvan Balci, Lennart Ingmann, Stefan Rott und auch Marcel Kalski haben alle enormes Potenzial. Das sind Spieler, mit denen ich immer schon einmal zusammenarbeiten wollte. Zudem kommen auch einige aus der zweiten Mannschaft zu uns hoch, die letztes Jahr bewiesen haben, dass sie in der Landesliga bestehen können.“

Wie sieht Ihre Spielphilosophie aus?

Molina: Wer mich kennt, der weiß, dass ich keinen Bock habe zu mauern. Ich will Angriffsfußball spielen. Mit welchem System man spielt, ist völlig uninteressant. Es hängt natürlich auch immer vom Gegner und dem Spielverlauf ab, aber wir wollen hochstehen, aggressiv verteidigen und schnell umschalten, damit der Weg zum Tor so gering wir möglich ist.“

Was glauben Sie, wie groß ist der Unterschied zwischen Oberliga und Landesliga?

Molina: „Das ist schwierig zu sagen. Um ehrlich zu sein, kenne ich die Landesliga nicht. Ich habe noch nie dort trainiert und weiß nicht, was auf mich zu kommt. Die Saison bietet auch für mich eine Umstellung. Deswegen ist es auch schwierig, ein Ziel zu formulieren. Ich möchte guten und erfolgreichen Fußball bieten, wenn uns das gelingt, dann spielen wir oben mit.“