Michael Funken: Erst Vaterfreuden, dann Siegtor

Fußball : Funken schießt Grefrath zum Derbysieg

Der Angreifer wird am Samstag Vater und trifft einen Tag später zum 2:1 über SV Vorst.

Nach dem Abpfiff kam Michael Funken gar nicht mehr aus dem Abklatschen heraus. Seine Mannschaftskollegen, sein Trainer Klaus Ernst und viele der heimischen Zuschauer gratulierten dem Angreifer des Bezirksligisten SSV Grefrath. Zum einen weil der 29-jährige am Samstag Vater wurde, zum anderen weil er sein Team einen Tag später zum Derbysieg über den SV Vorst schoss. Funken erzielte bereits im ersten Durchgang den 2:1-Siegtreffer. Grefrath holte im dritten Spiel den ersten Sieg in der Saison. Trainer Klaus Ernst sagt: „Es war ein Kampfspiel. Wir haben in der zweiten Halbzeit gut verteidigt, hätten den ein oder anderen Konter aber besser ausspielen müssen.“ Beide Mannschaften plagten enorme Verletzungssorgen. Grefrath begann mit Funken und Gerrit Lenssen im Sturm. Vorst-Trainer Marcel Fischbach setzte auf Niklas Schubert und Kai Baumeister über den Flügel. Und die Gäste erwischten den besseren Start. Nach einem Abpraller stand Gowtham Kugathasan richtig, setzte den Ball mit einem Flachschuss ins untere rechte Eck (9.). Grefrath brauchte ein wenig, um ins Spiel zu kommen, war dann die bessere Mannschaft, hatte besonders im Mittelfeld mehr Zugriff. Folgerichtig belohnten sich die Gastgeber, glichen in der 16. Minute durch Matthias Terporten aus.

Beide Teams lassen die letzte Konsequenz vermissen

Nach einer guten halbe Stunde drehte Funken dann mit seinem Tor die Partie (32.). Lenssen hatte kurz vor der Pause noch die Chance zu erhöhen (43.), scheiterte aber an Vorst-Torwart Tim Hildebrandt. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem beide Teams die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor vermissen ließen. Mit der Zeit machte Vorst hinten auf und kam so zu mehr Ballbesitz. Grefrath verteidigte gut, ließ kaum etwas zu. Die sich bietenden Kontergelegenheiten ließ das Ernst-Team aber ungenutzt. So blieb es bis in die Schlussminute spannend. Doch Vorst war wie in der gesamten zweiten Hälfte offensiv zu harmlos und spielte sich keine nennenswerte Gelegenheit mehr heraus. Trainer Marcel Fischbach sagt: „Aufgrund der ersten Halbzeit haben wir verdient verloren. Uns fehlt derzeit auch einfach das nötige Matchglück. Vieles läuft gegen uns.“