Lucky Lion ist in Krefeld nicht zu schlagen

Lucky Lion ist in Krefeld nicht zu schlagen

Nach dem Sieg beim Krefelder Saisonauftakt gewinnt das Pferd auch das Dr. Busch-Memorial.

Krefeld. Mit Siegerehrungen in Krefeld kennt sich Gerd Mosca vom Gestüt Winterhauch aus Eberbach am Neckar sehr gut aus. Vor zwei Jahren gewann sein Hengst Amaron vor 5200 Zuschauern das Dr. Busch-Memorial, zum Saisonauftakt 2014 im März siegte sein Hengst Lucky Lion mit Jockey Alexander Weis. Sonntag dominierte jener Lucky Lion mit dem gleichen Reiter auch im Europa-Gruppe-Rennen um das Busch-Memorial. Auch der Trainer war der gleiche, denn Mosca und Andreas Löwe aus Köln sind seit Jahren ein erfolgreiches Team.

Das Pferd hat Löwe auf der Auktion in Iffezheim für 70 000 Euro ersteigert, am Sonntag gab es 32 000 Euro Preisgeld und eine Wertsteigerung im hohen sechsstelligen Bereich. Aber Mosca verkauft keine Pferde, er will die Erfolge selbst genießen. „Wir wollten ihn auf der Auktion unbedingt haben. Der kann buchstäblich fliegen“, sagte Löwe. Ganz unkompliziert zu reiten ist er aber nicht. Und das ist auch der Grund, warum der ansonsten wenig beschäftige Jockey Alexander Weis ihn im Rennen steuert.

Knapp zwei Längen vor dem Zweiten Nordico sowie den folgenden Andoyas, Kerosin, Nadelwald und Stillman betrug der Vorsprung. Auch Nordicos Trainer Mario Hofer war zufrieden: „Er hat gezeigt, dass er in diese Klasse hinein gehört.“ Lucky Lion und Nordico werden sich im klassischen Mehl-Mülherns-Rennen am 18. Mai in Köln wiedertreffen. Dann könnte es zum Derby am 6. Juli nach Hamburg gehen.

Für Hofer reichte es zwar nicht zum Sieg im Hauptrennen, doch im Rahmenprogramm schaffte er drei Siege mit Best Dreaming mit Jockey Andre Best. Hofers Tochter Steffi ritt die Sieger Falakee und Cyrus Sod. Allerdings ging sie im vorletzten Rennen noch zu Boden, blieb aber unverletzt, während die ebenfalls gestürzte belgische Nachwuchsreiterin Anna van den Troost vorsorglich in die Klinik transportiert wurde. Dort landete auch der zehnjährige Belgier Xim de Landsheer nach einem Sturz hinter dem Ziel im Ponyrennen mit Verdacht auf eine Verletzung der Milz.

Die Siegerehrung brachte einen unerwarteten Höhepunkt. Die durch die Winnteou-Filme in den 1960er Jahren populär gewordene französische Schauspielerin Marie Versini (73) besuchte einen alten Bekannten und überreichte die Ehrenpreise.

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