1. NRW
  2. Krefeld
  3. Lokalsport

Leichtathletik: Hützen und Heinke verlassen Uerdingen

Leichtathletik: Hützen und Heinke verlassen Uerdingen

Talente gehen nach Leverkusen.

Krefeld-Uerdingen. Der SC Bayer Uerdingen verliert zwei Leichtathletik-Toptalente an den „großen Bruder“ Bayer Leverkusen. Hammerwerfer Paul Hützen und Zehnkämpfer Lars Heinke werden ab 1. Januar den rot-weißen Dress der Leverkusener Talentschmiede überstreifen. Das bestätigte Uerdingens Cheftrainer Peter Quasten auf WZ-Anfrage.

Eine Wechsel vom Löschenhofweg auf die andere Rheinseite gab es in den vergangenen drei Jahrzehnten zwar immer wieder, trotzdem tut er dem Leichtathletik-Standort Krefeld stes weh. Als bisher letzter Top-Leichtathlet wechselte Zehnkämpfer Michael Schrader in die Bayer-Zentrale, trainiert aber nach wie vor in Uerdingen. Das ist bei Hützen und Heinke anders. Sie werden auch in Leverkusen trainieren.

Für Quasten ist der Wechsel eine konsequente Fortsetzung in der Talentförderung unter dem Bayer-Kreuz: „Beide studieren an der Deutschen Sporthochschule in Köln und müssen Training und Berufsausbildung unter einen Hut bekommen. Da ist die Fahrt nach Uerdingen zum Training wesentlich aufwendiger als nach Leverkusen.“ Hützen (21) und Heinke (23) sind Uerdinger Eigengewächse und bleiben aus alter Verbundenheit auch weiterhin Mitglied am Löschenhofweg. Der 1,90 Meter lange und 105 Kilogramm schwere Hützen wurde im Jugend- und Juniorenbereich mehrfach Deutscher Vizemeister im Hammerwerfen. Sein bislang größter Erfolg war der achte Platz bei der U-20 WM in Kanada. Die Bestleistung des Uerdingers mit dem 7,26 Kilogramm schweren Wurfgerät beträgt 66,88 Meter. Hützen trainiert nun in der erfolgreichen Trainingsgruppe um Topwerfer Markus Esser und wird von Bundestrainer Helge Zöllkau betreut.

Lars Heinke wechselt mit dem Ziel, so nah wie möglich an die 8000 Punkte Schallmauer heran zukommen. Unter Torsten Voss brachte es der Uerdinger in diesem Jahr auf 7648 Punkte. Heinke wird zukünftig von Axel Berndt trainiert, der Zehnkämpfer Paul Meier zu WM-Bronze in Stuttgart (1993) führte.