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Kreisliga A: Lust und Frust zum Kehraus

Kreisliga A: Lust und Frust zum Kehraus

Spannendes Finale in der Kreisliga A zwischen Tore-Spektakeln und Nullnummern.

Krefeld. Spannung pur bis zur letzten Minute in der Fußball-Kreisliga A. Zwar war im Kampf um den Aufstieg bereits alles entschieden. Am Samstag ließ der Meister aus Hüls die Korken knallen. Dafür zitterten die Teams im Abstiegskampf — Grund zu feiern hatten Oedt und Viktoria, denen im direkten Duell ein 0:0 reichte, um beide die Klasse zu halten. Eine spektakuläre 4:7-Niederlage in Fischeln bedeutet für den TuS St. Hubert den direkten Wiederabstieg — und Viktoria Anrath muss bangen.

Kreisliga A: Lust und Frust zum Kehraus
Foto: Mark Mocnik

Es brauchte keine Tore, um den Kampf gegen den Abstieg spannend zu halten. Das direkte Duell zwischen der Borussia aus Oedt und Viktoria Krefeld verkam zur Nullnummer. Ein Spiel ohne viele Chancen, dass am Ende aber für beide Teams zum Klassenerhalt reichte. Dabei hingen kurz nach dem Abpfiff die Köpfe vor allem bei der Viktoria. Die Blicke richteten sich nach Anrath, die sich mit einem Sieg über den bereits feststehenden Absteiger Waldniel II am letzten Spieltag doch noch auf Platz 14 schieben hätten können. Nicht wenige rechneten mit einem Erfolg der Anrather, doch es kam anders. Das Team um Trainer Christoph Kempers kam ebenfalls nicht über ein 0:0 hinaus. Als die Nachricht vom Anrather Remis in Oedt die Runde machte, herrschte kollektives Durchatmen bei Viktoria.

Für Anrath hingegen fängt das Zittern erst jetzt richtig an. Die Hoffnung liegt dabei auf Bezirksligist SSV Strümp. Bei einem Sieg in der Relegation gegen Turu Düsseldorf II bleibt Strümp in der Bezirksliga und Anrath in der A-Liga. Bei einer Niederlage steigt Strümp in die A-Liga ab, Anrath in die B-Liga.

Im vorerst letzten A-Liga Spiel verabschiedete sich der TuS St. Hubert mit einem Spektakel. Bei der Zweitvertretung des VfR Fischeln unterlag die Mannschaft von Trainer Marco Gerber mit 4:7-Toren. Dabei hätte es mit einem Sieg noch gereicht, um an Anrath vorbeizuziehen. Die St. Huberter schnupperten lange dran. Zwei mal ging Fischeln in Führung, ehe Marc Kroepmanns noch vor der Pause die Gerber-Auswahl mit 4:2 in Führung brachte. Zwar ging es für Fischeln sportlich um nichts mehr, doch der VfR nahm den Kampf an, kam zurück. Im zweiten Durchgang spielte nur Fischeln, drehte das Spiel von einem 2:4 in ein 7:4. Der Gnadenstoß für St. Hubert, die damit nur ein Jahr nach dem Aufstieg in die A-Liga wieder den Weg in die B-Liga antreten müssen.

Tore fielen vor allem in den Begegnungen, in denen es um nichts mehr ging. Bockum und Kaldenkirchen trieben es beim 8:7-Erfolg der Bockumer auf die Spitze. Das 15-Tore-Spektakel feierten am Ende aber beide. Auf zehn Tore kamen der Hülser SV und TuS Gellep, die sich bereits am Samstag mit 6:4 trennten. Bei der Meisterfeier der Hülser bot Trainer Stefan Trienekens eine etwas andere Aufstellung als gewohnt auf, wurde dafür prompt belohnt. Die beiden nominellen Torhüter Arndt Heidemann und Erik Heidemann trafen als Doppelspitze jeweils einmal, auch Innenverteidiger Carsten Tolzmann war als Außenstürmer erfolgreich. Bei Freibier und hochsommerlichen Temperaturen feierten die Hülser nach zwei Auf- und Abstiegen nun den fünften Ligawechsel in den letzten fünf Jahren.