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Krefelds Ruderer nutzen ihren Heimvorteil bei Deutscher Meisterschaft

Rudern : Ruderer nutzen den Heimvorteil

Deutsche Meisterschaft auf dem Elfrather See – einmal Gold, dreimal Silber, dreimal Bronze und der Sieg der Gesamtwertung.

Mit einer herausragenden Leistung haben die Aktiven des Crefelder Ruder-Clubs ein
Spitzenergebnis bei den deutschen Meisterschaften auf dem Elfrather See erzielt. Bei besten Wetterbedingungen konnten die Krefelder in sieben Finals Edelmetall gewinnen und dank dieser Breite auch die Gesamtwertung souverän für sich entscheiden.

 Als weiteres Highlight konnte die Mannschaft aus CRC-Ruderer von der Uni Duisburg-Essen das Rennen im Männer-Doppelvierer für sich entscheiden. Jakob Gebel, Moritz te Neues, Jan Renner und Matthias Keulen haben sich für die Studenten-Europameisterschaft qualifiziert. In einem Herzschlagfinale besiegte das Team der Uni Duisburg-Essen das bis kurz vor Schluss führende Boot der Uni Erlangen-Nürnberg mit einem fulminanten Endspurt mit drei Zehntelsekunden Vorsprung.

Bronzemedaille im Frauen-Doppelzweier und Mixed-Achter

Weitere Highlights des ersten Regattatages waren die Bronzemedaillen im Frauen-Doppelzweier und im Mixed-Achter. Bereits im zweiten Finale des Tages schaffte der Crefelder Ruder-Club den Sprung aufs Treppchen. Im Mixed-Achter, bestehend aus vier Frauen und vier Männern, holten Marisa Staelberg, Sophie Baloghy, Henriette te Neues, Sophia Wüllner, Larus Melka, Michael Naß, Paul te Neues, Lukas Geller und Steuerfrau Anna Lülfing Bronze. In einem Rennen gegen die beiden Boote an der Spitze, gebildet aus Ruderinnen und Ruderern verschiedener Vereine, so genannten Renngemeinschaften, war das Vereinsboot des Crefelder Ruder-Clubs letztendlich chancenlos noch weiter nach oben aufs Treppchen zu klettern. In einem der beiden Boote mit Krefelder Beteiligung, dass keine reine Vereinsmannschaft des CRC war, holte Melissa Isen gemeinsam mit ihrer Partnerin Julia Tertünte (Münster) ebenfalls Bronze im Frauen-Doppelzweier.

Und noch einmal Bronze gab es für das zweite Renngemeinschaftsboot am zweiten Finaltag im Leichtgewichts-Frauen-Doppelvierer. Louisa Heinermann (Crefelder RC) setzte sich zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Emilia Greif (Bonn), Lara Rosenstengel (Sorpesee) und Julia Kocherscheid (Essen) souverän mit den späteren Silber- und Gold-Medaillen-Gewinnern vom Rest des Feldes ab und holte souverän Platz drei nach Hause.

„Wir mussten dann
unser Tempo fahren“

Zum Ende der Veranstaltung am Sonntagnachmittag warteten noch drei spannende Finals mit jeweils einem Boot des Crefelder Ruder-Clubs auf die Zuschauer: der Männer-Achter, der Frauen-Achter und der Männer-Doppelvierer. Schon vor dem Start war Jan Renner, Moritz te Neues, Joost Follert und Matthias Parlow klar, dass im Finale des Männer-Doppelvierers jeder Schlag sitzen muss, um hier eine Medaille zu gewinnen. Am Ende wurde es die Silbermedaille nach einem erwartet spannenden und knappen Rennen. Ebenfalls Silber gewann der Frauen-Achter des Crefelder-Ruder-Clubs mit Marisa Staelberg, Henriette te Neues, Sophie Baloghy, Sophia Wüllner, Charlotte Lier, Lina Mölder, Pia Renner, Melissa Isen und Steuermann Justus de Gruyter. Das Team aus der Seidenstadt konnte lange mit der Renngemeinschaft aus NRW mithalten, musste diese auf der zweiten Streckenhälfte ziehen lassen.

Und auch das letzte Rennen der Großbootmeisterschaft verhieß ein Krimi zu werden. Bereits in den Vorläufen zeichnete sich ab, dass der CRC-Männer-Achter zu den Anwärtern auf den Titel gehört. Jedoch hinterließ die Mannschaft der Renngemeinschaft aus Bonn, Waltrop und Leipzig den stärksten Eindruck aller Teams. Und so kam es dann auch im Finale. Der CRC-Achter mit Michael Naß, Jacob Schulte-Bockholt, Lukas Geller, Dacey Caldwell, Jan Henrik Szymczak, Andreas Baloghy, Matthias Keulen, Larus Melka und Steuerfrau Anna Lülfing konnte nur auf den ersten 250 Metern das Tempo des Renngemeinschafts-Achters mitgehen. „Wir mussten dann unser Tempo fahren, als wir gemerkt haben, dass wir da nicht mitgehen konnten“, sagte Schlagmann Naß. In einem beherzten Schlussspurt verteidigten die Krefelder den zweiten Platz.

Cheftrainer Markus Wöstemeyer war stolz: „Natürlich wäre mir zumindest eine Goldmedaille bei den Großbooten schon nicht unrecht gewesen. Aber wir müssen anerkennen, dass die anderen Teams sehr stark waren. Wir haben es geschafft mit Vereinsmannschaften in den drei Großbooten jeweils Silber zu holen gegen die Renngemeinschaften. Das finde ich wirklich stark.“ Red