Krefelder Hockeywoche endet mit zwei Pleiten

Hockey : Krefelder Hockeywoche endet mit zwei Pleiten

Damen und Herren unterliegen Australien auf der Gerd-Wellen-Anlage.

Die deutschen Hockey-Herren haben die Teilnahme an der Endrunde der Pro League in Amsterdam verspielt. Die Auswahl von Bundestrainer Stefan Kermas verlor das letzte Spiel am Sonntag in Krefeld gegen Spitzenreiter Australien mit 1:2 und hat nun keine Chance mehr, weiter in der Endrunde der besten Mannschaften mitzuspielen. „Ein Tick zur Weltspitze fehlt noch“, sagte Matthias Müller: „jetzt wollen wir uns über die Europameisterschaft das Ticket für Olympia holen.“ Bundestrainer Kermas sagte: „Hockey ist ein Ergebnissport. Die Enttäuschung überwiegt, auch wenn das Team eine gute Reaktion gezeigt hat.“ Die deutschen Herren hatten die 0:8-Niederlage gegen den Weltmeister Belgien offenbar gut verkraftet, waren aggressiv gegen Australien und erspielten sich im ersten Durchgang gute Chancen zur Führung.

Beim CHTC herrscht internationales Flair

Etwa 50 Zuschauer aus Down Under hatten sich nach Krefeld aufgemacht und unterstützten ihre Mannschaft. Internationales Flair auf der Gerd-Wellen-Hockeyanlage.

Doch die 1324 Zuschauer sahen lange keine Tore. Das änderte erst der Australier Tom Craig mit einem Rückhandschuss in den Winkel aus spitzem Winkel (41.). Blake Govers erhöhte nach einer Strafecke sogar auf 2:0 für die Gäste. Bundestrainer Stefan Kermas nahm den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler heraus. In Überzahl passierte lange nichts, dann aber verkürzte Marco Miltkau noch auf 1:2 (58.). „Wir machen jetzt erstmal Pause, das ist dringend notwendig“, so Kermas nach den strapaziösen vergangenen Wochen.

Den Beginn verschlafen, dann war es schon ein aussichtsloses Unterfangen trotz einer Leistungssteigerung. So fassten die deutschen Damen ihre 1:3-Pleite gegen Australien im letzten Heimspiel der Pro League-Serie in Krefeld zusammen. Das Team reist nun zum letzten Spiel in die USA. „Wir haben jetzt Zeit zu regenerieren“, sagte Selin Oruzergänzte: „Es war eine super Erfahrung.“ Kapitänin Janne Müller-Wieland bestritt vor 849 Zuschauern in Krefeld hr 300. Länderspiel. „Wir wollen die Endrunde spielen als EM-Vorbereitung“, sagte sie.

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