Krefeld: Tischtennis-Teams ziehen Halbzeit-Bilanz

Sport : Tischtennis-Teams ziehen Halbzeit-Bilanz

Viele Klubs kämpfen gegen den Abstieg – beim TSV Krefeld-Bockum läuft es nach Plan.

Es ist Winterpause im Tischtennissport. Die Teams aus dem Kreis Krefeld ziehen eine durchwachsene Halbzeitbilanz – wie erwartet spielen viele gegen den Abstieg. So zum Beispiel die Regionalliga-Damen des Anrather TK RW. Aktuell ist das Team mit vier Unentschieden und ohne Sieg Tabellenletzter. Ersatzgeschwächt verloren die Anratherinnen wichtige Spiele gegen eigentlich schwächere Teams. Spielerin Lara Usbeck sagt: „Wir versuchen unser Bestes zu geben und hoffen, dass wir ohne gesundheitliche Probleme im neuen Jahr starten können.“ In Bestbesetzung gehört das Team in die Regionalliga, das zeigen die starken Spiele gegen Tabellenersten und -zweiten.

Auch die Verbandsliga-Damen von Turnerschaft Krefeld sind oft ersatzgeschwächt und spielen gegen den Abstieg. Spielerin Sylvia Langheim sagt: „Die erste Serie lief bescheiden. Einige Male waren wir nicht komplett, ein anderes Mal hat das Glück gefehlt. In der Rückrunde sieht es nicht besser aus. Drei Spielerinnen arbeiten im Schichtdienst. Wir hoffen trotzdem, die Klasse halten zu können.“ Spielen die Krefelderinnen in den wichtigen Spielen komplett, ist der Klassenerhalt schaffbar. Aktuell fehlt nur ein Sieg zum Relegationsplatz.

In der Herren-Oberliga steht der SC Bayer 05 Uerdingen im Tabellenmittelfeld. Die gesamte Liga ist eng beieinander – der Dritte hat nur einen Sieg mehr als der achte. Spieler Matthias Uran sagt: „Mit der Hinrunde sind wir nicht so zufrieden. Wir stecken mitten im Abstiegskampf, auch wenn das für zwei Drittel der Liga gilt. Am Ende werden Kleinigkeiten entscheiden.“ Auswärts und in den Doppeln haben die Uerdinger zu viele Punkte liegen lassen – das muss sich in der Rückrunde ändern.

Ähnlich unzufrieden mit der Hinrunde sind die Verbandsliga-Herren des Anrather TK RW. Die stehen mit drei Siegen und drei Unentschieden auf dem Relegationsplatz. Tobias Lempfert: „Wir konnten uns nicht so entspannt im Mittelfeld halten wie erhofft. Alle Mannschaften sind extrem eng beieinander. Zum Schluss sind wir aber immer besser reingekommen. Ich gehe davon aus, dass wir die Klasse halten können, wenn wir weiter Gas geben.“ In der Rückrunde ab Mitte Januar müssen dafür aber mehr Punkte gegen die Tabellennachbarn her.

Schlechter sieht es bei der zweiten Anrather Mannschaft in der Landesliga aus, die mit 5:17 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz steht. Spieler Patrick Moldenhauer: „Wir sind überhaupt nicht zufrieden. Vor allem gegen die direkte Konkurrenz haben wir viele dumme Punkte liegen lassen.“ Legt das Team nicht deutlich zu, wird es durch den vermehrten Abstieg eng. Ein Kontrastprogramm zum allgemeinen Abstiegskampf gibt es aktuell beim Liga-Nachbarn TSV Krefeld-Bockum. Nach dem Verbandsliga-Abstieg wollen die Krefelder personell verstärkt den direkten Wiederaufstieg. Zur Winterpause steht ein verdienter erster Tabellenplatz. Spieler Jens Böhnisch sagt: „Die Hinrunde ist bis auf die unglückliche Niederlage gegen Gierath optimal gelaufen. Zur Halbzeit liegen wir mit vier Zählern Vorsprung auf Platz eins. Das wollen wir in der Rückrunde halten.“

Zwischen Krefeld und Anrath sortiert sich der Aufsteiger Kempener LC unerwartet weit vorne auf Tabellenplatz fünf ein. Spieler Patrick Weinschenk sagt: „Die Hinrunde lief definitiv besser als erwartet. Wir wollten erst einmal gut mitspielen. Mit 13:9 Punkten haben wir das mehr als geschafft. Ziel für die Rückrunde bleibt der Klassenerhalt, was bei der Ausgeglichenheit der Liga trotz der guten Hinrunde schwer genug wird.“