Krefeld: TC Stadtpark Fischeln baut Vereinsheim

Grundsteinlegung : „Ein Restaurant mit Tennisclub“ – Bau für neues Heim in Fischeln läuft

Neues Heim des TC Stadtpark Fischeln soll nicht nur Mitglieder anziehen.

Es war ein zehnjähriger Verhandlungs-Marathon, bis die Fusion der Tennisfreunde Fischeln und des Fischelner TC 2018 unter Dach und Fach war. Jetzt ist es gelungen, die „Vision eines starken, Zukunft gestaltenden Tennisvereins im Krefelder Süden“ zu verwirklichen, heißt es in den Reihen der Vorstände. Sein Name: TC Stadtpark Fischeln. Während die Bagger beim Neu- und Umbau der Plätze brummten, wurde am Mittwoch der Grundstein des neuen Clubhauses mit Gastronomie am Mühlenfeld gelegt. Es soll nicht nur den Tennisspielern zur Verfügung stehen, sondern auch ein Anlaufpunkt für die Besucher des Stadtparks sein, eher ein „Restaurant mit Tennisclub“.

Zum Beginn der Medenspiele im kommenden Frühjahr soll alles fertig sein beim neuen TC Stadtpark Fischeln: das moderneClubhaus mit getrennten Umkleiden für Jugendliche und Erwachsene und die drei neuen Tennisplätze samt einem Midcourt für die Jugendlichen. Zwei Spielfelder müssen verlegt werden.

„Mit insgesamt neun Plätzen und knapp 500 Mitgliedern werden wir einer der größten Tennisclubs in der Region sein“, sagen Vorsitzender Achim Eckardt und Pressewartin Stephanie Kickum stolz. Eckardt betont, die richtigen Weichen gestellt zu haben: „Die Zukunftsfrage eines Sportvereins ist auch eine Frage der Jugend – diesen Leitsatz verfolgen wir bereits seit einigen Jahren konsequent und haben heute etwa 180 aktive Kinder und Jugendliche im Verein. Daher werden wir mit dem Neubau für sie attraktive Voraussetzungen schaffen, mit Trainings- und Jugendplatz, Ballwand und Holzhütte für Schulungen.“

1,7 Million Euro nimmt der neue Club für Neubau und Erweiterung der Plätze in die Hand. Kickum: „Wir bekommen eine Ausgleichszahlung dafür, dass wir das Gelände der Tennisfreunde Fischeln am Krützboomweg für eine Wohnbebauung freigemacht haben. Wir erhalten einen Zuschuss der Stadt, erledigen viel in Eigenleistung und haben einen Kredit aufgenommen.“

Bürgermeisterin Gisela Klaer lobte die Verantwortlichen bei der Grundsteinlegung: „Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt. Ohne Ehrenamt ist dies alles nicht möglich.“ Dann wurde die Grundsteinrolle gefüllt – mit Kopien der abgeschlossenen Verträge, mit den aktuellen Tageszeitungen, Bauplänen und einem Mini-Tennisschuh. Die Kupferrolle wird aber nicht vergraben, sondern mit dem geborgenen Grundstein des früheren Clubhauses einen Ehrenplatz in einer Vitrine im neuen Clubhaus bekommen.

Deren Anblick hilft vielleicht auch gegen das bisschen Wehmut über den Verlust ihres „alten“ Vereins, das bei manchen Mitgliedern zu spüren ist – trotz gemeinsamer Turniere, Feiern, Gespräche und entstandener Freundschaften und Teams.

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