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Krefeld: Sechs Monate ohne Fußball sind vorbei

fußball : Sechs Monate ohne Fußball sind vorbei

Die Amateure starten am kommenden Wochenende in die Saison. Wir geben einen Überblick über Landes-, Bezirks- und Kreisliga A.

Der Vorhang fällt. „Jetzt gilt es“, sagt Ralf Rusbült, Obmann des VfR Fischeln. Die Vorbereitung ist vorüber. Sowohl für die Fischelner als auch für Liga-Neuling VfL Tönisberg endet am Sonntag die fast halbjährige Pause ohne Punktspiel. Zum Auftakt in die Landesliga-Spielzeit müssen beide Teams zunächst einmal auswärts ran. Fischeln gastiert beim TuS Fichte Lintfort (15.15 Uhr). Ein Team, das im Rennen um den Aufstieg erwartet wird. Doch die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Himmelmann, die vom Saisonabbruch durch Nicht-Abstieg profitiert hat, spürt keine Angst: „Wir rechnen uns etwas aus“, sagt Rusbült.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag geht es los. „Wir sind enger zusammengewachsen“, betont der Obmann, der eine hohe Leistungsdichte in der Liga voraussagt. Routinier Michael Enger wird wegen Trainingsrückstandes in der Reserve aushelfen. In der Offensive soll es mit Dominik Oehlers und Gianni Wittenberg mehr Angriffsvarianten geben.

Tönisbergs Sportchef Cherfi: „Gehen mit Demut an die Sache“

Mit großer Demut geht der VfL Tönisberg die neue Aufgabe an. Auch sie profitierten vom Abbruch, stiegen als Zweitplatzierter auf und finden sich nun früher als gedacht in der Landesliga wieder. „Wir wissen natürlich, das wir mit ein wenig Glück in die Landesliga gekommen sind“, sagt Tönisbergs Sportlicher Leiter, Josef Cherfi. „Deswegen gehen wir die Sache jetzt mit Demut, aber hoch konzentriert an.“ Den Auftakt macht der Aufsteiger ebenfalls am Sonntag (15 Uhr) beim ambitionierten SV Sonsbeck.

Derweil startet die Bezirksliga-Saison 2020/21 direkt mit einem echten Knaller. Zum Auftakt kommt es am Sonntag (15 Uhr) mit der Partie zwischen dem SV Vorst und dem SSV Grefrath gleich zu einem Derby. Dabei gleicht das Duell bei beiden Teams einer ersten Standortbestimmung. In der langen Sommerpause tat sich sowohl in Vorst als auch in Grefrath einiges, mit Johannes Dahms und Heinz Vossen stehen sich zwei neue Trainer gegenüber. Personell setzt der Vorster-Trainer Dahms auf eine fast komplett neue Mannschaft und will damit die Kritiker verstummen lassen: „Viele sagen, wir wären ein Abstiegskandidat. Wir wollen zeigen, dass es nicht so ist. Wir haben eine hohe Qualität im Kader und können uns im Mittelfeld etablieren.“

Eine ähnliche Platzierung peilen auch die Grefrather an – der Startschuss fällt im Derby. Anders ist die Lage beim VfL Willich und dem SC Schiefbahn. Beide machen keinen Hehl daraus, dass es für sie in erster Linie um den Klassenerhalt geht. Während die Willicher beim SV Mönchengladbach Lürrip gastieren, kommt es für die Schiefbahner gleich zum Aufsteiger-Duell. Zusammen mit dem SC Waldniel stieg das Team von Trainer Daniel Klinger in der letzten Saison aus der Kreisliga A auf – am Sonntag (15 Uhr) kommt es in Schiefbahn direkt zum Wiedersehen.

Am Freitagabend fällt mit der Begegnung des OSV Meerbusch gegen den TSV Kaldenkirchen (20 Uhr) der Startschuss in die neue Fußballsaison der Kreisliga A. Es wird eine Mammutsaison, denn mit 22 Teams war die Liga noch nie so umfangreich und endet erst am 13. Juni des kommenden Jahres. Nach dem Abbruch der Spielzeit gab es keine Absteiger aus der Kreisliga A. Dazu gekommen sind aber die Aufsteiger TSF Bracht, SuS Schaag, CSV Marathon, Rasensport, BV Union und VfL Willich II.

Kreisliga A startet bereits am Freitag in die neue Saison

Bei der Frage nach den Favoriten werden die Teams vom TSV Bockum, SSV Strümp, VfB Uerdingen und Teutonia St. Tönis II genannt. „Wir konnten unseren Kader mit sechs Spielern verstärken. So ist unser Ziel nun klar, oben mitzuspielen“, macht Andre Verholt, der Sportliche Leiter des TSV Bockum, eine Ansage. Neben den oben genannten Teams sieht Verholt aber auch den TSV Kaldenkirchen in der vorderen Linie. VfB-Trainer Stefan Rex hält sich mit Prognosen zurück: „Wir haben eine gute Truppe, die ein eingeschworener Haufen ist. Wir möchten in die Playoffs.“

Hoffnungsvoll geht der FC Hellas in die Spielzeit. Mit 15 Zugängen hat Trainer Michael Lazidis die Qual der Wahl. Schwer einzuschätzen ist die Rolle des Hülser SV. Zahlreiche Leistungsträger der vergangenen Jahre haben ihre Karriere beendet bzw. wechselten in die Reserve, so dass Trainer Andre Wienes sein Team neu formieren muss.