Krefeld Pinguine und der Endspurt um die Play-offs

Eishockey : Wie Reid nach außen die Ruhe bewahrt

Die Spiele werden weniger – noch neun. Die Pinguine liegen zwei Punkte hinter Platz zehn.

Neun Spiele sind es noch für die Krefeld Pinguine, um kurz vor Ende der Saison noch den Sprung in die Pre-Play-offs zu schaffen. Zwei Zähler beträgt der Rückstand auf die Konkurrenz aus Nürnberg. Die Ice Tigers liegen auf dem ersehnten zehnten Tabellenplatz. Siege müssen her. Nach außen hin gibt sich Trainer Brandon Reid vor den Duellen gegen am Freitag in Ingolstadt und am Sonntag gegen Köln entspannt. „Wir müssen konzentriert arbeiten, die Ruhe bewahren. Es reicht, wenn alle anderen den Panik-Knopf gedrückt haben“, sagt der 37-Jährige.

Ähnlich hatte sich der Übungsleiter bereits Anfang Dezember geäußert, als er verlauten ließ, die Trainer und sein Team dürften nicht in einen Panik-Modus verfallen. Damals hatte sein Team fünf Niederlagen in sieben Spielen nach der Deutschland-Cup-Pause kassiert. Ein spürbarer Effekt blieb aus. Die Schwarz-Gelben verloren sechs Spiele in Serie.

Die angeschlagenen Miller und Ankert sind mit nach Ingolstadt

Auch jetzt sind es wieder sechs Pleiten hintereinander. Auch wenn Reid nach außen hin abgeklärt wirkt, dürfte es in ihm brodeln. Neun Spieltage vor Schluss hat sein Team die Chance verspielt, mit einem Punktepolster in den Ligaendspurt zu gehen.

Während der Trainer den ruhigen Übungsleiter mimt, sagt Sportdirektor Matthias Roos unmissverständlich: „Natürlich will die Mannschaft um jeden Preis die Pre-Play-offs erreichen, das ist gar keine Frage.“ Eine andere Aussage dürfte den so leidgeplagten Fans auch nicht zu vermitteln sein.

Innerhalb des Teams soll die Stimmung trotz der Negativserie zuletzt gut sein. Im Bus nach Ingolstadt saßen in Tim Miller und Torsten Ankert auch zwei Spieler, die unter der Woche aufgrund von Verletzungen nicht mit der Mannschaft trainieren konnten. Während bei Ankert erst am Freitag entschieden wird, ob er auflaufen wird, soll Miller definitiv auf dem Eis stehen. An seiner Seite sollen die Nachwuchshoffnungen Philipp Kuhnekath und Lois Spitzner stehen. „Beide haben in dieser Saison bereits bewiesen, dass sie das Zeug für die DEL haben“, ist sich Roos sicher. In der Verteidigung wird mit Mike Schmitz ein weiterer junger Spieler im Aufgebot stehen. Der 22-Jährige hatte am vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel bei den Adler Mannheim einen guten Eindruck hinterlassen.

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