Personalentscheidung Warum Oskar Östlund die bessere Wahl ist

Die Pinguine setzen in der kommenden Saison auf den schwedischen Torwart, Jussi Rynnäs muss den Verein verlassen. Zudem kommt Marvin Cüpper aus Berlin.

 Um zwei Jahre hat Pinguine-Torwart Oskar Östlund seinen Vertrag beim Klub der Deutschen Eishockey Liga verlängert.

Um zwei Jahre hat Pinguine-Torwart Oskar Östlund seinen Vertrag beim Klub der Deutschen Eishockey Liga verlängert.

Foto: Ja/Samla

Die Freude über die Rettung der Krefeld Pinguine war groß. Sowohl bei den Fans als auch bei den Gesellschaftern, die über Monate an einer Lösung zum Erhalt des DEL-Standortes Krefeld gekämpft haben. Doch bei all den positiven Nachrichten war auch klar, dass die eigentliche Arbeit erst jetzt beginnt. Denn trotz der Unsicherheiten durch die Corona-Krise und der Frage, ob die Saison 2020/21 überhaupt wie geplant stattfinden kann, müssen hinter den Kulissen die Weichen für eine sportlich gute Saison gestellt werden, schließlich soll es im kommenden Jahr erstmals seit 14 Jahren wieder einen sportlichen Auf- und Absteiger geben.

In Sachen Personalplanung haben die Pinguine nun eine der wichtigsten Fragen bereits geklärt. Auf der Position des Torhüters bekommt der erst im Januar gekommene Oskar Östlund den Vorzug vor Jussi Rynnäs, der die Krefelder nach nur einem Jahr wieder verlässt. Der Finne absolvierte in der abgelaufenen Saison 26 Spiele für die Pinguine und avancierte nach guten Leistungen schnell zu einem Publikumsliebling. Doch zum Ende der Saison machte eine Hüftverletzung dem 32-Jährigen mehr und mehr zu schaffen, Rynnäs musste operiert werden. Ob er bis zum DEL-Start im September bei 100 Prozent gewesen wäre, ist fraglich.

Stattdessen entschieden sich die Pinguine nun für den vier Jahre jüngeren Oskar Östlund. Der Schwede kam erst im Januar, sprang für den verletzten Rynnäs ein und zeigte auf Anhieb gute Leistungen. Zudem dürfte Östlund gegenüber Rynnäs die günstigere Option gewesen sein. Sportdirektor Matthias Roos erklärt: „Zwischen Jussi und Oskar wählen zu müssen ist uns alles andere als leicht gefallen. Zwei Importlizenzen auf der Torhüterposition bereits zu Saisonbeginn zu vergeben wäre nicht clever gewesen und hätte unsere Optionen, auf Verletzungen während der Spielzeit reagieren zu können, eingeschränkt.“

Die Frage ist, ob Östlund seine Leistungen konstant zeigen kann

Die Frage wird nun sein, ob Östlund die gezeigten Leistungen auch über eine komplette Saison konstant zeigen kann. Der Schwede sagt dazu: „Die Wenigsten konnten im Januar nachvollziehen, warum ich nach Krefeld gewechselt bin. Es stand damals, genauso wie in den letzten Wochen, ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft der Pinguine. Ich habe immer an den Erhalt des Standorts geglaubt. Deshalb habe ich meinen Arbeitsvertrag auch um zwei Jahre verlängert.“

Statt mit Rynnäs wird sich Oskar Östlund dann mit Marvin Cüpper konkurrieren müssen. Der gebürtige Kölner wechselt von den Eisbären Berlin zu den Pinguinen und ist damit der erste Neuzugang der Krefelder. Der 26-Jährige spielte in der Saison 2010/11 für die DNL-Mannschaft des Krefelder EV, wechselte anschließend über Berlin nach Nordamerika und spielte drei Jahre bei den Shawinigan Cataractes in der kanadischen Juniorenliga QMJHL.

2015 ging es zurück zu den Eisbären nach Berlin, doch Cüpper kam in vier Jahren nur auf 29 DEL-Einsätze. Immer wieder machten dem Torhüter Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. 2018 zog er sich einen Syndesmoseriss am rechten Bein zu, später folgten ein Jochbeinbruch sowie im September 2019 eine Sprunggelenkverletzung am linken Fuß. In einem Interview mit der Berliner Morgenpost sagte Küpper im Februar: „Ich merke die Verletzungen schon noch. Beide Füße sind noch etwas eingeschränkt, was die Beweglichkeit angeht. Und nach dem Jochbeinbruch habe ich immer noch ein Taubheitsgefühl in der Wange und in den Zähnen, das wahrscheinlich auch nicht mehr weggehen wird.“

Für Cüpper werden die Pinguine wohl die letzte Chance sein, um in der DEL Fuß zu fassen. Doch der 26-Jährige geht selbstbewusst an die neue Aufgabe heran, sagt: „Nach zwei schwierigen Jahren mit Verletzungspech freue ich mich auf Krefeld. Mein Ziel ist dabei klar definiert. Ich möchte die Nummer 1 werden und bin sicher, dass Oskar und ich uns zu Topleistungen pushen werden.“

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