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Krefeld: Indoor-Cycling vor 150 Zuschauern

Mitmach-Aktion : Indoor-Cycling vor 150 Zuschauern

Ehepaar steigt im Dachgeschoss aufs Rad.

Wenn Julia und Jürgen Reitböck aufs Fahrrad steigen, gehen die Kameras für Facebook an. Denn das Krefelder Ehepaar aus Uerdingen veranstaltet seit dem vergangenen Jahr Indoor-Cycling-Kurse, bei denen mitunter bis zu 100 bis 150 Leute mitfahren. Wie das geht? „Jeder steigt daheim auf sein Rad und wir sind über die Sozialen Netzwerke miteinander verbunden“, berichtet Jürgen Reitböck. In der eigenen Dachgaube geben die Krefelder das Tempo auf dem Rad vor. Gefahren wird in gesundheitsförderlichem Tempo. Mitmachen können alle die Lust haben.

Voraussetzung ist nur ein Indoor-Bike und ein internetfähiger Zugang zu Sozialen Netzwerken via Laptop, PC oder Handy. „Ob Anfänger oder Profi, jeder kommt auf seine Kosten“, sagt der 54-Jährige. Rund eine Stunde dauern die Radtouren im eigenen Dachgeschoss. Gefahren wird an jedem Tag in der Woche. Neben den Reitböcks sind noch weitere Trainer dabei. „Jeder Teilnehmer sucht sich die- oder denjenigen raus, den er am besten findet.“ Neben Warm-up zum Beginn und Cool-down am Ende eines jeden Radkurses, bestimmt vor allem der Beat der Musik die Trittfrequenz. Die Belastung wird auch über die Herzfrequenz gesteuert. Freiwillig können dazu auf dem eigenen Rad die Vitalwerte gemessen werden.

Bezahlt werden muss für die Teilnahme an den gesunden Indoor-Radtouren nicht. „Viele spenden aber an unsere Trainer, die mitunter aufgrund des Lockdowns ihren eigentlich Berufen als Fitnesscoaches nicht nachgehen können“, berichtet Jürgen Reitböck. Der ehemalige Bodybuilder suchte auch aufgrund seiner körperlichen Beschwerden nach einer sinnvollen sportlichen Betätigung, die neben der Förderung des Herz-Kreislaufsystems vor allem die Gelenke schont. hoss

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