Krefeld: Fitnesscenter Black Hall von Bundesliga-Fußballer Robin Koch

Black Hall : In diesem Krefelder Fitnesscenter schwitzen die Profis

Der Krefelder Jannik Kirchenkamp und der Bundesliga-Fußballer Robin Koch betreiben das Fitnesscenter Black Hall in Fischeln.

Jannik Kirchenkamp ist in seinem Element. „Die Hüfte etwas höher“, sagt er, kniet sich neben U21-Nationalspieler Robin Koch und gibt ihm mit der Hand einen Impuls. Sofort korrigiert Koch, der sich gerade im Unterarm-Seitstütz befindet, seine Haltung. Der 26-jährige Krefelder und der Bundesliga-Spieler des SC Freiburg haben sich gemeinsam selbständig gemacht. Seit August sind sie Inhaber der Black Hall in Krefeld auf dem Hermann-Oediger-Weg 3, nahe der Brauerei Königshof. Die Black Hall ist ein sogenannte „Performence Center“ – „ein Fitnessstudio, das ausgelegt ist für sportartspezifisches Training“, erklärt Kirchenkamp.

Für die beiden Männer ist die Trainingshalle, die mit den neusten Gerätschaften ausgestattet ist, die der Fitnessmarkt zu bieten hat, das Ergebnis einer vierjährigen Suche. Nach dem Motto: Wenn wir keinen passenden Raum für unser Training finden, dann errichten wir uns eben selber einen. 2015 lernen sich die beiden in Trier kennen. Kirchenkamp arbeitet zu dem Zeitpunkt in Luxemburg bei einem Fitnessstudio und studiert dual Fitnessökonomie in Köln. Der damals 19-jährige Robin Koch spielt bei Eintracht Trier in der Regionalliga. Kirchenkamp und Koch freunden sich an.

Koch wird Fußball-Profi, Kirchenkamp Master

Während Kochs Karriere weiter Fahrt aufnimmt – im Sommer 2017 wechselt er nach zwei Jahren beim 1. FC Kaiserslautern zum SC Freiburg in die Fußball-Bundesliga – arbeitet auch Kirchenkamp erfolgreich an seiner beruflichen Zukunft. Dem Bachelor 2015 folgte im Dezember 2017 der Master im Bereich Prävention und Gesundheitsmanagement.

Der Kontakt zwischen dem Fitnesstrainer und dem Fußballprofi bleibt trotz der Wohnort-Wechsel bestehen. Die beiden fangen sogar an, gemeinsam intensiver zu trainieren. „Als Profifußballer gehört es zum Alltag, dass man neben dem Mannschaftraining auch für sich selber noch Athletiktraining macht“, sagt Koch. Mit Kirchenkamp hat er dazu den passenden Fachmann an seiner Seite gefunden. Dabei gestaltet sich die Suche nach einem Trainingsraum teilweise schwierig. „Wir haben in Fitnessstudios trainiert und auf Sportplätzen, jedoch haben wir an keinem Ort die perfekten Bedingungen gefunden, die wir für ein optimales Training benötigen. Wir mussten von Raum zu Raum pendeln oder von innen nach draußen gehen“, erzählt Kirchenkamp. Mal fehlte eine Strecke für kurze Sprints, dann gab es keine Möglichkeit Sprünge durchzuführen oder es fehlten eben Gewichte für das Krafttraining.

Dabei wussten sie schon frühzeitig, was sie für Trainingsmöglichkeiten suchen. Kirchenkamp: „Bei Instagram sieht man viele Performance Center, wie es sie häufig in Kanada oder den USA gibt.“ 2018 reift die Idee, ein eigenes Performance Center zu eröffnen, zumal Kirchenkamps Studium auf eine Selbständigkeit abzielte. Seit Februar dieses Jahres wurde die Idee umgesetzt, ehe ein gutes halbes Jahr später die Eröffnung der Black Hall folgte.

Krefeld, Kirchenkamps Heimat, soll dabei der ideale Standort sein, im Ballungsraum vieler Profi- und Amateurclubs. Die Rückmeldungen bestätigen die Inhaber. „Wir sind mit dem Start sehr zufrieden. Die ersten Wochen liefen gut. Es waren schon einige Sportler da und auch Mannschaften. Einige Vereine haben uns sogar schon angefragt, ob wir mit diesen kooperieren möchten“, so Kirchenkamp.

Die Kundschaft ist breit gefächert. So haben schon die U19-Niederrheinliga-Mannschaft des VfR Fischeln und KFC Uerdingen, die Handball-Damen des TV Anrath sowie Eishockeynationalspieler Marcel Noebels und Ibrahima Traore von Borussia Mönchengladbach in der Black Hall geschwitzt.

Koch: „Es geht uns vor allem um die Amateursportler und Nachwuchsspieler, die im Verein noch nicht die Möglichkeiten haben, Athletiktraining durchzuführen. Bei uns können sie dies ganzjährig.“ Kirchenkamp fügt hinzu: „Dass jetzt schon zum Start so viele Profis da waren, ist das i-Tüpfelchen.“

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