Königshofer im Torrausch

Im Spitzenspiel der Oberliga siegen die Adler mit 30:21 gegen den SV Neukirchen. Tom Wolf führt überlegen Regie.

Krefeld. 'Die Wölfe beißen kräftig zu bei den Königshofer Adlern. Mats und Tom Wolf, die Söhne von Adler-Trainer Dirk Wolf, legten mit 14 Toren die Grundlage zum deutlichen 30:21 (16:10)-Erfolg im Oberliga-Spitzenspiel gegen den SV Neukirchen.

Vor allem der Ex-Korschenbroicher Drittligaspieler Tom Wolf entwickelt sich bei den Adlern zum Dreh- und Angelpunkt. Egal ob in Abwehr oder Angriff, der 22-Jährige, mit Gardemaß 1,94 Meter, trifft fast immer die richtige Entscheidung. Wolf dirigiert die Abwehr, zeigt sich vom Siebenmeterpunkt nervenstark und verwandelt sechs Mal.

Die Gastgeber profitieren zudem von einem fulminanten Start, führten 4:0 und 7:2. Die Gäste aus der Nachbargemeinde konnten diesem Tempo kaum folgen. Ex-HSG-Kapitän Thomas Pannen, nun beim SVN am Ball, sagt: „Irgendwie spielt Adler in einer anderen Liga. Allerdings fehlten uns drei Leistungsträger.“ Schon beim Seitenwechsel war deutlich, dass die Gäste nicht viel entgegen zu setzen hatten. Lediglich beim 19:15 bot sich ihnen die Chance, auf drei Tore zu verkürzen. Doch die Gastgeber, mit der breiteren Ersatzbank ausgestattet, sorgten schnell für klare Verhältnisse. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff erhöhte Felix Barwitzki auf 26:16.

Jörg Förderer, mangels Alternativen für Neukirchen als Spielertrainer zunächst nur in der Abwehr, später auch im Angriff unterwegs, sagt: „Ich glaube nicht, dass viele Mannschaften in Königshof etwas holen werden. Die spielen einfach einen verdammt schnellen und gut organisierten Handball. Entsprechend zufrieden war Adler-Coach Dirk Wolf: „Wir haben verdient gewonnen, weil wir mit Stefan Graedtke und Paul Keutmann zwei überragende Torhüter haben. Die Tabellenführung steht uns gut zu Gesicht. Doch Remscheid als Dritter wird uns nächste Woche mehr fordern. Von Neukirchen hatte ich mehr Gegenwehr erwartet.“