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KFC Uerdingen: KFC ist nach spätem 3:3 gegen die TuRU enttäuscht

KFC Uerdingen : KFC ist nach spätem 3:3 gegen die TuRU enttäuscht

Der Fußball-Oberligist KFC Uerdingen verspielt gegen Turu Düsseldorf in den letzten fünf Minuten eine 3:1-Führung.

Krefeld. Dass es mit dem Abpfiff um 16.48 Uhr Sonntagnachmittag noch Pfiffe und Unmutsbekundungen des eigenen Publikums geben würde, hätte man sechs Minuten vorher noch wirklich nicht ahnen können.

Mit 3:1 hatte der KFC Uerdingen gegen Turu Düsseldorf geführt. Es sah alles nach einem sicheren Heimsieg der Krefelder aus. 1021 Zuschauer hatten sich wohl schon auf einen harmonischen Ausklang der Begegnung und den Abend bei Sonnenschein auf der heimischen Terrasse gefreut. Da schlug es noch zweimal im Kasten der Uerdinger ein — 3:3, nach 3:1-Führung.

So kann man sich 85 Minuten ordentliche Arbeit auch zerstören. Nach einer kurzen Ecke, die schlecht verteidigt wurde, zirkelte der frühere KFC-Spieler Saban Ferati den Ball in der Nachspielzeit ins obere rechte Toreck.

Auf eine taktische Besprechung habe er diesmal vor dem Spiel in der Kabine verzichtet, erzählte Trainer Jörn Großkopf, dessen Vertrag noch nicht über den Sommer hinaus verlängert ist — sowohl KFC-Chef Lakis als auch Stellvertreter Mikhail Ponomarev waren nicht Augenzeugen des Unentschiedens.

Stattdessen forderte er von seinen Spielern eine charakterstarke Leistung und eine „gute Mentalität“, eine Reaktion auf das sehr dürftige 0:3 in Ratingen, als sich der KFC quasi kampflos ergeben hatte. Großkopf sagt: „Die Mannschaft hat eigentlich bis zur 85. Minute Charakter gezeigt. Doch ein Spiel hat nicht nur 85 Minuten. So dürfen wir das Spiel nicht abgeben.“

Uerdingens Danny Rankl war es mal wieder gewesen, der sein Team mit zwei Treffern in Führung gebracht hatte. Einmal assistierte ihm Pascal Schmidt, der diesmal im rechten Mittelfeld aufgeboten war, einmal traf er nach einer Ecke. Sieben KFC-Tore hatte der Stürmer bis dato in Folge geschossen, doch ein Gegenstoß vollendet durch Saban Ferati kurz darauf hatte die Vorfreude auf den Heimsieg schon wieder getrübt (43.).

Nach der Pause wurden die Gäste stärker, trafen noch einmal die Latte. Florian Abels Treffer nach einem Anic-Versuch sorgte aber wieder für Ruhe (63.). Es war eine trügerische Ruhe, denn in der Schlussphase nahm der KFC seinem Gegner die Fesseln ab. Und wenig später war die Uerdinger Herrlichkeit vorbei — und der Wuppertaler SV ist vorzeitig Meister der Oberliga.