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KEV: Lockdown-Training für die U23 trotz Ligastart

Eishockey : Lockdown-Training für die U 23 trotz Ligastarts

Eigentlich sollte das DNL-Team des KEV am Samstag und Sonntag beim Augsburger EV gespielt haben. Doch die Stadt Augsburg zog den ab Montag verordnenden Lockdown wegen zu hoher Coronazahlen in der Stadt schon am vergangenen Freitag vor – keine Eishockeyspiele mehr für die Jugendteams, auch nicht in der Deutschen Nachwuchs-Liga (DNL).

Die U 20 des KEV von Trainer Robin Beckers erfuhr am Freitagvormittag von der Spielabsage und war mehr als erschüttert. „Als ich meinen Spielern die Nachricht überbracht habe, war die Stimmung natürlich auf dem Nullpunkt,“ erzählt Beckers. Sechs Spiele konnte die U 20 bisher austragen. „Für fast drei normale Spielmonate ist das bis Dezember reichlich wenig, um eine gute Ausbildung der Spieler zu gewährleisten. Wir haben jetzt schon vier Spiele Rückstand,“ sagt Beckers.

Am Freitag kommt Diez-Limburg in die Rheinlandhalle

Fest steht: Der Spielplan mit zehn Teams der DNL (Division I) in einer Anderthalbfach-Runde ist bis zum 21. Februar nicht mehr einzuhalten, gibt es doch im November überhaupt keine Spiele mehr. Und ohne Eisnutzungsmöglichkeit wegen Sperrung der Rheinlandhalle in den nächsten vier Wochen für den Trainingsbetrieb der KEV-Jugend kann man nicht einfach im Dezember in der DNL weiter machen. KEV-Sportvorstand Elmar Schmitz, der gleichzeitig Trainer des Oberliga-Teams ist, das am Freitag das erste Meisterschaftsspiel in der Rheinlandhalle gegen Aufsteiger Diez-Limburg (ohne Zuschauer) bestreiten soll, hat aber gute Ideen. „Wir müssen jetzt wieder Online-Training veranstalten. Jeder junge Spieler für sich allein,“ sagt Schmitz. Im Sommer musste der KEV schon das Athletiktraining digital abwickeln. Schmitz will in einer Trainerkonferenz die Möglichkeiten für das Online-Training ausloten.

Ob die Oberliga am Freitag tatsächlich ihren Saisonstart erlebt, ist auch noch nicht in trockenen Tüchern. Die 13 Teams der drittthöchsten deutschen Liga (Gruppe Nord) gelten als Profiteams und nehmen für sich die Ausnahme vom Lockdown in Anspruch. Allein es fehlt noch der amtliche Segen des Deutschen Eishockey Bundes (DEB), der noch kein grünes Licht für Freitag gegeben hat. „Das muss jetzt der DEB nach Rücksprache mit den Landesregierungen nur noch kommunizieren,“ sagt Schmitz.