Kempenerinnen auf weiter Reise

Rettungsschwimmen: Seidel-Schwestern in Adelaide erfolgreich

Kempenerinnen überzeugen bei der WM im Rettungsschwimmen.

Für Sportler gibt es nicht größeres als die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Doch der Traum von diesem Karriere-Highlight bleibt für die meisten unerfüllt. Nicht so für Celina und Charline Seidel von der DLRG Kempen. Die Schwestern nahmen Anfang des Monats an der Vereins-Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen im australischen Adelaide teil.

Die 16-jährige Charline startete als eine der jüngsten Teilnehmerinnen bei den Junioren und verbuchte den größten Erfolg. Sie wurde Dritte mit der Mannschaft in der Puppenstaffel. Bei der Puppenstaffel müssen die vier Schwimmerinnen abwechselnd eine 60 Kilogramm schwere Dummy-Puppe über 25 Meter ziehen. Zudem erreichte sie in allen weiteren Mannschaftsdisziplinen das Finale, verpasste jedoch einen weiteren Podestplatz. Bei den Freiwasserdisziplinen hatte sie dagegen keine Chance ein Finale zu erreichen.

Ihre drei Jahre ältere Schwester Celina nahm zum ersten Mal an der offenen Altersklasse teil. Sie schaffte weder im Freiwasser, noch in einer Mannschaftsdisziplin den Sprung ins Finale. Dennoch war sie mit ihren Leistungen zufrieden. Zumal sie sich bei den australischen Teams, die die Wettbewerbe dominierten und bei denen Rettungssport ein Profisport ist, einiges abschauen konnte.

Bis zum neuen Jahr haben die Beiden erstmal Pause, ehe die Saisonvorbereitung beginnt. Celina Seidel kann sich 2019 auf optimale Trainingsbedingungen freuen, sie wird ab dem 2. Januar als Sportsoldatin die Grundausbildung bei der Bundeswehr in Warendorf absolvieren. Vielleicht reicht es dann im nächsten Anlauf zu Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft. sim

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