1. NRW
  2. Krefeld
  3. Lokalsport

Kein Doping im Ratibor-Rennen

Kein Doping im Ratibor-Rennen

Nur noch fünf Galopp-Renntage. Alle Ersparnisse sind aufgebraucht.

Im Herzog von Ratibor-Rennen am 5. November zum Saisonfinale auf der Krefelder Galopprennbahn war kein Doping im Spiel. Im amtlichen „Wochenrennkalender“ des Galopp-Dachverbandes wurden jetzt die Ergebnisse der angeforderten Dopingproben veröffentlicht: alle waren negativ, also keine Manipulation in einem der wichtigsten Rennen des Jahres in Krefeld.

Championtrainer Markus Klug war mit seinen drei favorisierten Pferden Weltstar, Destino und Star Max auf den drei letzten Plätzen gelandet, hatte Dopingproben beantragt. Routinemäßig werden von den Siegern ohnehin Proben genommen, auch Sieger Poldi‘s Liebling war frei von unerlaubten Mitteln. Klug führt mit 65 Siegen vor dem in Krefeld zum Jockey ausgebildeten Peter Schiergen mit 59 Siegen die begehrte Meisterschaft klar an und wird am 26. Dezember in Dortmund zum dritten Mal als Trainer-Champion geehrt.

In Krefeld beginnt die Saison 2018 mit nur fünf Renntagen am Sonntag, 23. April, mit dem Busch-Memorial. Es folgen der Ladies Day am Sonntag, 13. Mai, und der Sparkassen-Renntag am Sonntag, 10. Juni. Der Ferientag ist für Sonntag, 12. August, geplant, am 4. November könnte das Herzog von Ratibor-Rennen durchgeführt werden. 2018 wird es keinen PMU-Renntag mit Frankreich-Übertragungen geben.

In einem Interview mit dem Fachblatt „Sport-Welt“ erklärte Rennclub-Präsident Jan Schreurs zur finanziellen Situation des Rennclubs: „Unsere Ersparnisse sind verbraucht. Durch die Gruppen-Renntage im November, die wir in den letzten vier Jahren ohne Sponsor veranstalteten, sind sie weggespült worden. Wir müssen wirtschaftlich gesunden und deshalb auf keinen Fall mehr zwei Gruppe-Rennen im November veranstalten. Vielleicht das Ratibor-Rennen, aber dafür müssen wir dann Unterstützung bekommen und Förderer finden.“ Schreurs beklagt in dem Sport-Welt-Interview das Fehlen der Zentralen großer Unternehmen in Krefeld und hofft auf die Saison 2019 und ein Umdenken der NRW-Landesregierung im Verhalten gegenüber dem Rennsport.