Kampfsport in der Yayla-Arena - Stefan Leiko trifft auf "Karl Stahl"

Kampfsport : Kampfsport-Abend in der Yayla-Arena

Mehrere Krefelder Athleten steigen am 30. November in den Ring.

Klaus Waschkewitz kann sich noch ganz gut an seine erste Begegnung mit Stefan Leko erinnern. Er war damals Türsteher in der Königsburg, der Uerdinger Leko ein jugendlicher Gast, der ihm dann eines Abends Eiswürfel an den Kopf schleuderte. Der frühere Kampfsportler und Trainer Waschkewitz zögerte nicht lange: „Wenn du so viel Aggressivität hast, komm’ doch mal zu Training.“ Und Leko kam. Es war der Beginn einer langen und erfolgreichen Geschichte der beiden. Zwölf Jahre reiste er mit seinem Schüler und Kickboxer durch die Welt, als dieser in Tokio oder in der Casino-Stadt Las Vegas in den Ring stieg.

Stefan Leko tritt im Ring
gegen „Karl Stahl“ an

Waschkewitz bezeichnet sich als so etwas wie eine Vaterfigur für den Deutsch-Kroaten, der seine beste Zeit in der Klasse K1 hatte. Lange hat man Leko, 45, nicht mehr kämpfen gesehen – doch am 30. November soll es wieder soweit sein. Im Rahmen der KOK-World Series, einem Kampfsport-Abend in der Yayla-Arena, tritt er gegen den Deutschen Niko Lohmann, alias Karl Stahl, an. „Er kann viel einstecken und boxt sehr unorthodox“, sagt Leko über seinen Rivalen, der sich nach einem Karriereende 2015 ebenfalls wieder zum Weiterkämpfen entschieden hat.

Klaus Waschkewitz, heute 65 Jahre alt, Inhaber des Masters Gym am Bleichpfad, Arrangeur und Organisator von Kämpfen, schickt aber auch weitere Krefelder Boxer in den Ring. Alpay Yaman kämpft um den IBO-Interkontinental-Titel, Ali Rami um den der GBC. Beide sind jedoch noch auf der Suche nach einem Gegner. Sie sollen bald feststehen. „Wenn ich 100 Prozent vorbereitet bin, ist es egal, gegen wen ich boxe“, sagt Yaman, mit seinen 26 Jahren noch der Jüngste, im besten Boxer-Alter. Im Juni besiegte er Stephen Tchamba im Kaya Plaza. „Beide haben bewiesen, dass sie bestehen können“, sagt Waschkewitz über die Aussichten von Alpay Yaman und Rami Ali.

Neben den Profikämpfen wird es auch etliche Amateurkämpfe geben. Gezeigt wird Profiboxen, Mixed Martial Arts und K1-Kickboxen. „Wir wollen auch für die Normalos etwas machen. Es muss richtig knallen in der Halle“, hofft Waschkewitz, ein bulliger, hemdsärmliger Mann und frühere Kampfsportler. „Wir suchen für das Programm noch einen Rapper, so dass die Leute sagen: Bäng, da gehen wir hin.“ Für die Rolle des Ringsprechers habe Waschkewitz den früheren TV-Moderator Kai Ebel engagieren wollen, doch dieser sei in dieser Zeit verreist. In den nächsten Wochen will sich der Veranstalter nun um die Außenwerbung kümmern, damit die Yayla-Arena auch angemessen mit Besuchern gefüllt wird. „Wir wollen die Halle rocken“, sagt Klaus Waschkewitz.

Mehr von Westdeutsche Zeitung