HSG zu Gast beim Angstgegner

Handball : HSG auf der Jagd nach dem Rekord

Bestmarke steht bei zehn Spielen in Folge ohne Niederlage – in dieser Saison sind es acht.

16 Siege und nur eine Niederlage - die Drittliga-Handballer der HSG Krefeld schwimmen Saisonübergreifend auf einer Erfolgs­welle, müssen eigentlich keinen Gegner fürchten. Stände die peinliche 23:24-Niederlage zum Saisonauftakt beim Aufsteiger TuS Spenge nicht genau dazwischen, die Bilanz wäre sogar makellos. Mit nun acht Siegen in dieser Spielzeit nähert sich das Team von Trainer Ronny Rogawska allerdings mit Riesenschritten der drei Jahre alten Bestmarke, als es unter Ex-Trainer Olaf Mast gar zehn Siege in Folge gab. Doch mit der Bundesliga Reserve von GWD Minden steht am Samstag um 19 Uhr ein Gegner ins Haus, der den Krefeldern so gar nicht schmeckt.

In der Vorsaison setzte
es zwei Niederlagen

Denn den letzten Sieg über das oftmals mit Bundesliga-erfahrenen Youngstern gespickte Mindener Reservisten-Team gab es ebenfalls vor über drei Jahren. Damals siegten die Krefelder, noch mit Regisseur David Breuer in den Reihen, klar mit 28:20.

Doch seitdem gab es nicht mehr viel zu holen. Die Bilanz mit 6:10 Punkten aus acht Spielen, seit Gründung der HSG, ist absolut im Negativbereich. Auch in der abgelaufenen Spielzeit setzte es gleich zwei Niederlagen, zunächst noch unter Olaf Mast mit 29:32 in Minden, im Februar dann unter Interimscoach Dusko Bilanovic hieß es dann 24:25 in der Glockenspitzhalle.

Seine Heimspiele trägt Minden II in der altehrwürdigen Hauptschulhalle aus, wo einst Grün-Weiß Dankersen um Bundesliga-Punkte spielte. Der Nachfolgeklub GWD Minden lässt sein Reserveteam dort spielen, abseits der Bundesligabühne, vor meist nicht mehr als 100 Zuschauern. Im Durchschnitt kamen in dieser Spielzeit 91 Fans in die Halle an der Olafstraße. Beim letzten HSG-Sieg vor drei Jahren waren es 80, viel mehr werden es wieder nicht werden.

Geisterkulisse
in Dankersen

Trainer Ronny Rogawska weiß um die schwarze Serie, auch um die Geisterkulisse in Dankersen: „Ich habe mit Korschenbroich in den letzten Jahren nichts anderes erlebt. Die Kulisse motiviert gar nicht, aber der Gegner ist meist bärenstark.“

Fünf bis sechs Spieler aus dem Bundesligakader stehen bei Minden meist beim Anpfiff auf dem Feld. So wird es am Samstag sein, denn das nächste Bundesligaspiel trägt Minden erst am Sonntag, 4. November, gegen Kiel aus.

Spitzenteam bekommt
Mindener Stärke zu spüren

Wie stark Minden II aufspielen kann, bekam der Leichlinger TV zu spüren. Der punktgleiche Mitkonkurrent der HSG um die Meisterschaft  verlor dort mit 24:31, lag zwischenzeitlich mit elf Toren hinten.

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