Handball : Spenge kommt – der einzige HSG-Bezwinger

Der kecke Aufsteiger besiegte die Krefelder zum Saisonauftakt mit 24:23.

Mit einem 24:23-Erfolg brachte der TuS Spenge der HSG Krefeld zum Saisonauftakt in der 3. Handball Bundesliga die bislang einzige Niederlage bei. Bei nur neun Minuspunkten gehört der kecke Aufsteiger als Tabellenvierter zur dreiköpfigen Verfolgergruppe, direkt hinter dem Primus aus der Seidenstadt. Zur großen Herausforderung kommt es am Samstag um 19 Uhr, wenn die Ostwestfalen gegen den 14 Mal in Serie siegreichen Tabellenführer zum Rückrundenauftakt in der Glockenspitzhalle antreten.

Abwehr mit Tesch ist
das Spenger Herzstück

Der TuS Spenge ist seit acht Begegnungen ohne Niederlage, ein Verdienst der gut gestaffelten Abwehrformation. Auch ohne den im Hinspiel verletzten Abwehrchef Oliver Tesch wirkte Spenge mit seiner Aufstiegsmannschaft gut eingespielt, kompensierte den Ausfall glänzend. Mit hohem Tempo und oft unkonventionellen Angriffsstrategien zog der zweifache Deutsche Amateur Pokalsieger den Krefeldern im August den Zahn. Doch Kreisläufer Tesch, mit 34 Jahren der Routinier, einst Bundesligaprofi bei GWD Minden, macht die Abwehr noch kompakter.

HSG-Angriff war handzahm
und Schwäche bei Siebenmetern

Der Angriff der Krefelder verzweifelte im Hinspiel ein ums andere Mal. Torjäger Kevin Christopher Brüren war längst nicht ins Team eingebunden, warf nur ein Tor. Max Zimmermann, der mit neun Treffern zwar stach, verwarf wie Brüren zudem einen Siebenmeter. Ebenfalls unauffällig spielte David Hansen, der nur zu drei Toren kam. Einen tollen Einstand legte der Este Karl Roosna auf Rechtsaußenbahn hin.

HSG-Trainer Ronny Rogawska hat das Spiel-Video ein ums andere Mal noch studiert, sagt: „So komisch es klingt, aber die Niederlage damals hat uns gut getan. Wir wussten gleich, was uns in der 3. Liga erwartet. Dennoch will ich die Begegnung gegen Spenge nicht überbewerten. Wir werden von allen Mannschaften gejagt und wir wollen die Tabellenführung verteidigen“.

Unmittelbar nach der Niederlage gab sich Marcel Görden kämpferisch: „Im Rückspiel werden wir die Stühle schon wieder gerade rücken.“

Die Glockenspitzhalle ist eine Festung für die HSG

Der HSG-Kapitän wusste um die Heimstärke. Denn seit März gab es in zwölf Spielen keine Niederlage: „Allein den treuen Fans schulden wir zum Jahresabschluss einen Sieg und eine gelungene Revanche.“