HSG verliert nach 17 Siegen erstmals wieder

Handball : Super-Serie der HSG gerissen

Der Tabellenführer der 3. Liga unterliegt 22:24 beim Abstiegskandidaten – nach zuvor 17 Siegen hintereinander.

Der Durchmarsch der HSG Krefeld in der 3. Handball-Liga ist nach17 Siegen in Serie gestoppt.  Mit 22:24 unterlag das Team von Trainer Ronny Rogawska bei der abstiegsbedrohten SG VTB Altjührden, das damit dem Spitzentrio der Liga  5:1-Punkte abluchste. Da der Tabellenzweite Schalksmühle mit 29:31 in Longerich ebenfalls unterlag, profitierte lediglich der Leichlinger TV als Dritter vom Ausrutscher des Spitzenreiters, verkürzte den Punkteabstand auf fünf Zähler.

Die Krefelder lieferten, wie bei der 23:24-Niederlage zum Saisonauftakt in Spenge, eine desolate Angriffsleistung. Kein Glück bringen den Krefeldern zudem die Unparteiischen Sascha Siebert und Jan Welke, die, wie schon in Spenge, auch  bei der zweiten Saisonniederlage die Spielleitung hatten. Alle Vorwarnungen von Trainer Ronny Rogawska halfen nichts, der Tabellenführer bot eine lahme Vorstellung. Viel zu statisch und langsam wirkten die Angriffsleistungen, das Team aus der Seidenstadt blieb in Friesland dem Ruf eines Spitzenteams schuldig.

Schon der Auftakt war für die Krefelder mehr als holprig. Henrik Schiffmann kassierte nach nur drei Minuten die erste Zeitstrafe, Max Zimmermann versiebte, wie später auch Kevin Christopher Brüren, einen Siebenmeter. Bis zur 1:0 Führung durch David Hansen dauerte es geschlagene sechseinhalb Minuten.

Rogawska: „Muss sehen, dass wir im Angriff zur Sicherheit finden“

Doch die Gastgeber, von ihrem neuen Trainer Christian Schmalz bestens auf den Spitzenreiter eingestellt, zeigten mehr Biss und hatten zunächst mit Levin Stasch, später mit André Seefeldt das bessere Torhüterduo auf ihrer Seite. Alle Versuche scheiterten, nach der 24:20-Führung der Gastgeber noch einmal den Anschluss zu finden. Trainer Rogawska sagt: „Von der Einstellung kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Ich muss nun sehen, dass wir besser vorankommen und im Angriff wieder zur Sicherheit finden. Die Super-Serie ist leider gerissen, doch wir werden nur erfolgreich bleiben, wenn wir uns noch mehr auf unsere Leistungen fokussieren.“

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