Handball : HSG-Abwehr das Prunkstück der 3. Liga

Das Team von Trainer Ronny Rogawska ist seit zehn Monaten ohne Heimniederlage.

Die Erfolgsserie der HSG Krefeld in der 3. Handball-Bundesliga ist beeindruckend. 17 Spiele hintereinander zelebrierten die Spieler um Kapitän Marcel Görden nach dem Schlusspfiff bereits ihren Siegestanz. In der Glockenspitzhalle feiern sie mit den Fans  einen Sieg nach dem nächsten.

In den letzten zehn Monaten gab es in 14 Heimspielen keine Niederlage. Das Team von Trainer Ronny Rogawska strotzt vor Selbstbewusstsein. Beim 25:19-Sieg über die Bergischen Panther überzeugte erneut die Abwehr. Nur 410 Gegentreffer in 18 Spielen ergeben einen Durchschnitt von 22,8 Toren pro Spiel. Das ist absoluter Ligabestwert. Auf die gute Tordifferenz darf sich das Rogawska-Team allerdings nicht verlassen, denn im Handball zählt bei Punktgleichheit zweier Mannschaften der direkte Vergleich. Doch gegenüber dem sechs Punkte zurück liegenden Tabellenzweiten aus Schalksmühle gehen die Krefelder nach dem 24:22-Sieg immerhin mit einem kleinen Polster ins Rückspiel, sollte der im vorletzten Saisonspiel noch eine Rolle spielen.

Nach einer längeren Pause laufen die Spiele nicht direkt rund

Lediglich das Angriffsspiel gegen die Panther sorgte für einige Sorgenfalten bei Trainer Rogawska. Zu selten blitzte das schnelle Kombinationsspiel auf, wurden die Außenspieler in Szene gesetzt oder der direkte Weg über Kreisläufer Marcel Görden gesucht. Doch die hoch aufgeschossene, defensive Panther-Abwehr stand  gut geordnet, ließen im Hinspiel ebenfalls nur 24 Gegentore der Krefelder zu. Rogawska sagt: „Nach einer längeren Pause laufen  die Spiele nicht sofort rund. Doch meine Mannschaft hat  nie Zweifel aufkommen lassen, dass unser Gegner  was holen könnte. Zudem haben wir eine enorme Qualität im Kader, so dass ich immer wieder neu Akzente von der Bank aus setzen kann.“ Die Westdeutsche Meisterschaft, als erster Titel der jungen Vereinsgeschichte, rückt  näher.

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