Handball : Keutmann macht Laden dicht

Der Torwart von Drittligist HSG Krefeld zeigt beim 29:24-Erfolg über den TuS Volmetal eine starke Leistung.

Torhüter Paul Keutmann ist gerade einmal 24 Jahre jung, doch den 29:24-Sieg seines Drittligisten HSG Krefeld über den TuS Volmetal dürfte der angehende Physiotherapeut noch lange in Erinnerung behalten. Erstmals in seiner noch kurzen Karriere stand Keutmann gegen die Hagener Vorstädter 60 Minuten lang im Tor des Tabellenführers, zeigte eine exzellente Leistung. Keutmann sagt: „Das hat richtig Spaß gemacht. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Ich glaube, die Mannschaft hat heute den Frust über die letzten zwei Niederlagen etwas abgeschüttelt. Nach dem Seitenwechsel haben wir eine starke Abwehrleistung gezeigt. Da war es für mich als Torhüter leicht, meine Seite sauber zu halten.“

Froh über die frühzeitige Vertragsverlängerung

Die gerade frisch vereinbarte Vertragsverlängerung mit der HSG, die sowohl für die 2. Liga wie 3. Liga gilt, dürfte der Schlüssel für die souveräne Leistung des Youngsters gewesen sein. Keutmann ist der erste Spieler aus dem aktuellen Kader, der den HSG-Verantwortlichen seine Zusage gab. Keutmann: „Ich weiß nicht einmal, wer die weiteren Torhüter bei der HSG sein werden. Doch ich brauchte persönliche Sicherheit, darum bin ich froh, dass die Einigung perfekt ist.“ Bereits in der zweiten Minute begeisterte Keutmann die HSG-Fans, als er den ersten Siebenmeter des Volmetalers Jan König mit dem Fuß parierte. König machte seinem Namen Ehre als der unangefochtene Torschützen-König der Liga. Er verwandelte später weitere acht Siebenmeter sicher. Sein Strafwurf zum 26:17-Zwischenstand war im 21. Spiel bereits der 200. Saisontreffer. König spielt in Volmetal mit einem Zweitspielrecht von Zweitligist Eintracht Hagen. Keutmann: „Jan wirft die Siebenmeter schon stark. Ich war vier Mal ganz knapp am Ball. Aber aus dem Feld hat er halt nur ein Tor geworfen.“

Torjäger Brüren und
Rechtsaußen Roosna überzeugen

Vor der schweren nächsten Auswärtsprüfung in Köln-Longerich können die Krefelder darüber hinaus auch auf die starke Gesamtleistung zu Beginn der zweiten Halbzeit aufbauen. Torjäger Kevin-Christopher Brüren mit seinen neun Toren überzeugte ebenso wie der quirlige Rechtsaußen Karl Roosna. Trainer Ronny Rogawska sagt: „Wir wollten keinen Schönheitspreis holen, aber in der Glockenspitzhalle sollten wir schon alle Heimspiele gewinnen, das sind wir den Fans schuldig.“