HSG Krefeld vor den wichtigen Wochen

Handball : Pflichtaufgabe für die HSG beim Schlusslicht

Der Handball-Drittligist spielt am Freitag in Langenfeld – dann warten die Mitfavoriten.

Sechs Siege, eine Niederlage – das ist die Bilanz der HSG Krefeld nach der Hälfte der Hinrunde in der 3. Handball Bundesliga. Das Team von Trainer Ronny Rogawska wird seiner Favoritenrolle gerecht, ist seit dem Erfolg über Angstgegner Longericher SC Köln Tabellenführer. Allerdings nur, weil der bisherige Spitzenreiter Schalksmühle, sein Spiel des siebten Spieltages auf Mitte November verlegt hatte.

Beste Erfahrungen hat die HSG mit Langenfeld nicht gerade

Doch bei aller Zufriedenheit in den Reihen der HSG, wartet mit der Begegnung am Freitag um 20 Uhr beim Aufsteiger SG Langenfeld der nächste unbequeme Gegner, selbst wenn dies von der Papierform zunächst nicht so erscheint. Langenfeld wartet weiter auf den ersten Sieg, ist mit nur einem Punkt Tabellenletzter. Doch die Rheinländer holten vor zwei Jahren beim letzten Drittligaabstieg ausgerechnet gegen die HSG in heimischer Halle zunächst ein 30:30-Unentschieden, im Rückspiel sogar einen 24:23-Erfolg.

Das Rogawska-Team ist also gewarnt, sollte nach den zuletzt gezeigten Leistungen aber diese Hürde ebenso nehmen, wie eine Woche später im Heimspiel gegen Großenheidorn. Ab Ende des Monats warten jedoch die Schwergewichte der Liga, geht es gegen die starke Bundesliga Reserve von Minden, es folgt der vielleicht schärfste Konkurrent mit Leichlingen, danach stehen die Aufgaben gegen die Teams aus Menden, Ahlen und eben Schalksmühle auf dem Programm.

Trainer Rogawskas Spielidee – unter 25-Tore-Marke in Defensive

Spätestens danach dürfte zu sehen sein, was die HSG will und kann: Die Meisterschaft ist das erste Ziel, dann muss sich jedoch zeigen, ob der Klub tatsächlich als potentieller Aufstiegskandidat die Lizenz für die 2. Liga beantragt. Denn nur die vier lizensierten Drittligameister ermitteln in einer Relegationsrunde drei Aufsteiger für die 2. Bundesliga. Garant dafür könnte die beste Abwehr der Liga werden, die unter Rogawska gut zueinander gefunden hat, sehr variabel aufgestellt ist. Rogawska sagt: „Wir versuchen unsere Gegner in der Abwehr unter der 25 Tore-Marke zu halten. Dann bietet sich jederzeit die Chance, das Spiel für zu entscheiden.“