1. NRW
  2. Krefeld
  3. Lokalsport

HSG Krefeld: Torhüter Philipp Ruch steht vor dem Absprung

HSG Krefeld: Torhüter Philipp Ruch steht vor dem Absprung

Die HSG Krefeld ist auf Torhüter-Suche, weil Ruch nicht verlängert hat. Erster Kandidat ist Max Jäger vom TV Korschenbroich.

Krefeld. Sein großes Ziel, als Profi in der Handball-Bundesliga zwischen den Pfosten zu stehen, hat Torhüter Philipp Ruch nicht aufgegeben. Darum hat der 25-Jährige seinen Vertrag bei der HSG Krefeld bislang nicht verlängert. Alles deutet darauf hin, dass Ruch den Handball-Drittligisten zum Saisonende verlassen wird. Ruch sagt: „Ich stehe vor der schwierigsten Entscheidung meiner Laufbahn. Bei mir liegen Angebote auf dem Tisch. In den nächsten 14 Tagen werde ich eine Entscheidung treffen.“

Foto: Dirk Jochmann/bd

Dabei lässt Ruch offen, ob er sich am Ende nicht sogar wieder für die HSG entscheiden könnte: „Ich spiele seit fünf Jahren in Krefeld, bin seit der Gründung der HSG dabei und habe viele gute Freunde in der Mannschaft. Ich werde alles gründlich überlegen und abwägen. Im Moment ändern sich meine Gedanken von Tag zu Tag.“

Ruch gilt mit Torhüterkollege Stefan Nippes als das beste Torhüterduo der 3. Liga. Doch die Zeit drängt bei den Verantwortlichen der HSG, die die Kaderplanung für die kommende Spielzeit abschließen wollen. HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz sagt: „Wir haben mit Phillip ein Gespräch geführt, dass einige Wochen zurückliegt. Seitdem ist nichts passiert. Aber wir sind nicht untätig, mehr kann ich zu diesem Thema im Moment nicht sagen.“

Weil mit Benedikt Köß der dritte Keeper auf jeden Fall den Verein Richtung Aldekerk verlassen wird, ist die Suche für Wirtz zwingend geboten: „Wir werden auf jeden Fall mit drei Torhütern in die Saison starten. Dean Christmann, der zukünftig bei Adler Königshof im Tor stehen wird, wäre die Idealbesetzung per Zweitspielrecht. Dafür hat der DHB allerdings die Regularien noch einmal verschärft, selbst eine Ausleihe ist nicht mehr möglich.“

Wirtz scheut wegen der großen Verletzungsgefahr das Risiko, nur zwei Torhüter zu haben. Der neue Torhüter soll aus Korschenbroich kommen und heißt Max Jäger. Der künftige HSG-Trainer Ronny Rogawska würde damit neben Eric Hampel den zweiten Spieler mitbringen und hätte zukünftig acht ehemalige TVK-Spieler in seinen Reihen.

Rogawska hält große Stücke auf den 28-jährigen Ergotherapeuten, der erst vor zwei Jahren von Bayer Dormagen aus der 2. Liga nach Korschenbroich gewechselt war. Erst letzte Woche meldete der TVK, dass Jäger auf jeden Fall den Klub verlassen wird und weiter in der 3. Liga spielen will. Philipp Ruch ficht das nicht an: „Max ist ein exzellenter Keeper, aber ich habe schon so viele vermeintliche Namen für die Torhüterpositionen gehört, das ist nicht mein Thema.“