HSG Krefeld bereitet sich auf die Relegation vor

Handball : Meisterlicher Auftritt der HSG in Ahlen

Rogawska-Team strotzt vor Selbstvertrauen und blickt zuversichtlich auf die Relegation.

Der jüngste Auftritt der HSG Krefeld in der 3. Handball-Bundesliga am Freitag in Ahlen war überzeugend, eines Spitzenreiters würdig. Der 39:23-Sieg war der höchste Auswärtserfolg der Vereinsgeschichte, dementsprechend zufrieden strahlte Trainer Ronny Rogawska nach dem Spiel. Ermüdungserscheinungen, wie nach den Meisterfeierlichkeiten befürchtet, waren nicht zu spüren. Nur neun Feldspieler und zwei Torhüter standen im Kader. Doch mit dem Selbstvertrauen eines Meisters lassen sich selbst die größten Personallöcher füllen. Paul Keutmann bot im Tor eine tadellose Leistung, Max Jäger parierte zwei Siebenmeter und alle eingesetzten Feldspieler ließen dem Tabellenzehnten aus Ahlen über die gesamte Spieldauer nicht den Hauch einer Chance.

40-Tore Marke wurde verpasst

Wenn es überhaupt einen klitzekleinen Makel am Sieg gab, dann den, dass die magische 40-Tore-Marke verpasst wurde. Rogawska sagt: „Ich kann mich einfach auf alle Spieler verlassen, alle zeigen einen unermüdlichen Einsatz, sind dabei topfit, denn wir haben bis zum Schluss unseren Tempo-Handball durchgezogen.“ Neben den Dauerverletzten Janus, Vonnahme, Nippes und Hansen sowie Kapitän Görden, der geschont wurde, fehlte zudem in Ahlen noch Rechtsaußen Karl Roosna.

Roosna auf Länderspielreise
für Estland

Der estnische Nationalspieler stand im Aufgebot seines Landes für die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Lettland. Doch Philipp Liesebach vertrat den Esten mit vier Toren bestens. Roosna wird zum Heimspiel gegen Schalksmühle in das Team zurückkehren, ob weitere Spieler dazukommen, lässt Rogawska offen: „Ich werde gar kein Risiko eingehen und nicht einen Spieler zu früh einsetzen. Erst beim letzten Heimspiel gegen Gummersbach hoffe ich auf die Rückkehr einiger verletzter Spieler.“

Vorverkauf für Relegation
startet ab heute

Derweil planen die Verantwortlichen der HSG Krefeld bereits für das erste Aufstiegsspiel am 11. Mai um 19 Uhr in der Glockenspitzhalle. Für den am Montag beginnenden Vorverkauf sind beide Tribünenseiten eingeplant, damit stehen gut 2000 Plätze zur Verfügung, die HSG rechnet mit einer ausverkauften Halle.