HSG freut sich auf das Derby gegen den TVK

HSG freut sich auf das Derby gegen den TVK

Der Handball-Drittligist empfängt am Samstag den TV Korschenbroich. Das Team von Trainer Olaf Mast ist klarer Favorit.

Krefeld. Den knapp 30 Kilometer langen Weg in die Krefelder Glockenspitzhalle kennen die Fans des TV Korschenbroich noch bestens aus ruhmreichen Zweitligazeiten. Damals trug der Niederrheinrivale sogar einige Punkt- und Pokalspiele samt Bustransfer dort aus. Am Samstag geht der TVK dort um 19 Uhr aber als Gast aufs Parkett. Die HSG Krefeld empfängt den Nachbarn zum Drittliga-Duell.

Doch die Vorzeichen für das einzige, nach dem Neusser Aufstieg, noch verbliebene Niederrheinderby in der Westgruppe der 3. Liga haben sich gehörig verschoben. Während Korschenbroich nach dem Zweitliga-Abstieg vor fünf Jahren aus finanziellen Gründen längst kleinere Ansprüche hat und auf Talente statt gestandene Spieler setzen muss, ging es für das Krefelder Aushängeschild im Handball stetig bergauf.

Dennoch kamen beide Klubs meist Kopf an Kopf ins Ziel. So auch in der vergangenen Spielzeit. Damals kämpfte Korschenbroich lange um den Klassenerhalt. Die von Verletzungen gebeutelten Krefelder hatten dagegen nach dem Sturz von der Tabellenspitze am Ende nur noch einen Punkt mehr auf dem Konto.

Die sportliche Bilanz nach vier gemeinsamen Drittliga-Jahren lautet jedoch 11:5 Punkte für das Team von Trainer Olaf Mast, das erneut klarer Favorit ist. Während die HSG aktuell, trotz zweier Niederlagen, immer noch die Tabellenspitze im Visier hat, rangiert Korschenbroich nach erst einem Sieg aus sieben Spielen auf einem Abstiegsrang.

Personell völlig zerschlagen musste Trainer Ronny Rogawska eine komplett neue Mannschaft aufbauen. Bis auf die beiden bewährten Torhüter stecken nun 13 meist sehr junge aber hochtalentierte Spieler im TVK-Dress.

Besonders motiviert auf Krefelder Seite sind etliche Ex-Korschenbroicher Spieler — besonders Henrik Schiffmann und Max Zimmermann, die noch vor acht Monaten das TVK-Trikot trugen. Zimmermann besiegelte damals sieben Sekunden vor Schluss die 29:30-Niederlage der HSG. Olaf Mast sagt: „Ich freue mich jedes Mal aufs Neue auf dieses Derby. Zumal wir ja sportlich meist die Nase vorn hatten — auch schon zu Uerdinger Zeiten.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung