Handball in Krefeld: HSG enttäuscht beim Remis

Handball in Krefeld: HSG enttäuscht beim Remis

Der Handball-Drittligist erreicht gegen Schlusslicht Minden nur ein 26:26 und steht vor den kommenden Topspielen unter Druck.

Krefeld. Handball-Drittligist HSG Krefeld enttäuschte mit einem 26:26 (14:12)-Remis gegen Schlusslicht GWD Minden II vor eigenem Publikum. Nur acht Tage nach der Galavorstellung in Baunatal konnten die Schwarz-Gelben wie bei der Heimniederlage gegen Lemgo und der nur durchschnittlichen Vorstellung gegen Korschenbroich nicht überzeugen.

Mit vier Minuspunkten belastet verharrt der Drittligist auf dem sechsten Tabellenplatz, gerät vor den vier folgenden Topspielen ausnahmslos gegen Teams aus der Führungsriege unter Druck. Die Krefelder können sich bis dahin auskurieren. Das für nächsten Sonntag angesetzte Spiel beim VfL Gummersbach II wurde wegen der Berufung von Dario Polman in die niederländische Nationalmannschaft auf den 21. Dezember verlegt. Polman sagt: „Wir müssen jetzt Tabellenführer Hagen schlagen, wenn wir im Meisterschaftskampf mithalten wollen.“

Kurzfristig mussten die Krefelder auf Abwehrchef Michael Heimansfeld wegen einer Kniepunktion und Rechtsaußen Thomas Phlak wegen einer Zerrung verzichten. In der ersten Hälfte war die Notabwehr mit Gerrit Kuhfuß in der Mitte löchrig. Eine 4:1-Führung verspielte die HSG leichtfertig. Immer wieder vertrauten die Krefelder auf Torhüter Stefan Nippes, der den Vorzug vor Phillip Ruch erhielt.

Als die Gastgeber zwölf Minuten vor der Schlusssirene durch einen Treffer von Polman und zwei Tore von Routinier David Breuer auf 23:19 erhöhten, schien Minden geschlagen. Zumal Spielmacher Tim Gentges nachlegte. Doch völlig unverständlich entschieden die nicht sicher agierenden Unparteiischen auf Stürmerfoul. Fünf Minuten später holte Kreisläufer Marcel Görden einen Siebenmeter heraus, doch die Zeitstrafe blieb aus. Breuer vergab nach Polman und Hombrink den dritten Siebenmeter. Minden holte auf und stellte durch zwei Tore von Routinier Christopher Kunisch den glücklichen Ausgleich her. HSG-Trainer Mast sagt: „Ich kann auf dem Spielfeld nicht alles beeinflussen. Da sind Dinge passiert, die waren schon merkwürdig. Doch wer drei Siebenmeter verwirft und im Angriff viel zu schnell abschließt, der darf sich nicht beschweren.“