HSG: Das sind die Kandidaten für die Rogawska-Nachfolge

Handball : HSG: Anwärter auf die Rogawska-Nachfolge

Der Handball-Zweitligist hat Christian Pöhler und Aaron Ziercke auf dem Zettel.

Von Sommerpause kann beim frisch gebackenen Handball Zweitligisten HSG Krefeld wahrlich nicht die Rede sein. Nach der eher nach einem Sommertheater klingenden Vertragsauflösung durch Trainer Ronny Rogawska und der anschließenden Trennung durch die Geschäftsführung der HSG hat das Team um Geschäftsführer Thomas Wirtz eine Riesenbaustelle vor der Tür liegen. Möglichst schnell muss der frisch inthronisierte Sportliche Leiter, Stefan Nippes, einen neuen Trainer aus dem Hut zaubern. Denn bereits am 15. Juli ist Trainingsbeginn.

Noch in dieser Woche muss die Entscheidung um die Vergabe der ersten DHB-Pokalrunde fallen und immer noch fehlen drei Spieler, die den verbliebenen Aufstiegskader erst konkurrenzfähig werden lassen. Linksaußen Max Zimmermann brachte es auf den Punkt: „Ich bin von der Trainer Kündigung per Telefon informiert worden. Ich wusste wie alle Spieler von nichts. Ich kenne Ronny ja schon aus meiner Korschenbroicher Zeit und es ist verdammt traurig, was sich da entwickelt hat. Doch wir haben keine Zeit, haben als Mannschaft viel erreicht und müssen noch enger zusammenrücken. Stefan Nippes hat zugesagt, uns bei der Trainerentscheidung mit einzubeziehen.“ Erfahrung ist also gefragt, wenn es um einen neuen Coach geht.

Vier Namen werden bereits hinter vorgehaltener Hand gehandelt. Ein Kandidat mit Bundesligaerfahrung ist Aaron Ziercke. Der 47-jährige ehemalige Nationalspieler war als Spieler bei neun Erst- und Zweitligisten aktiv.

Lars Hepp ist ein Kandidat auf
den Trainerposten bei der HSG

Nach Trainer-Stationen in Minden und Rostock ist Ziercke erst im März, nach drei Jahren vom TuS Nettelstedt-Lübbecke beurlaubt worden. Ziercke war in seiner Zeit mit dem Klub in die erste Liga auf und gleich wieder abgestiegen. Ein weiterer Kandidat mit Zweitligaerfahrung ist Christian Pöhler. Der 39-Jährige war bis April beim Zweitligisten HC Elbflorenz Dresden tätig, schaffte vor zwei Jahren mit dem Klub den Sprung in die zweite Liga und hat einen hervorragenden Ruf in der Förderung von Nachwuchsspielern. Dritter Kandidat ist Lars Hepp, im West-Handball bestens bekannt. Der 41-jährige Trainer und Journalist hat allerdings einen laufenden Kontrakt beim Drittligisten Leichlinger TV, was den nicht so üppigen HSG-Etat noch mehr belasten würde. Hepp war Zweitliga-Trainer bei Eintracht Hagen. Wenn einer etwas vom Handball versteht, dann ist es Sascha Rymanow. Der ehemalige Rheinhausener Bundesligaspieler, mittlerweile 59 Jahre alt, „kann Handball“ wie die Experten sagen. Rymanow wohnt in Duisburg, war lange Jahre Bundesligatrainer und bis vor drei Jahren der Co-Trainer der russischen Handball-Nationalmannschaft, ist seitdem ohne Traineranstellung.

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