HSG bricht in der zweiten Hälfte ein

HSG bricht in der zweiten Hälfte ein

In Aurich führen die Krefelder zur Pause mit 12:10, verlieren aber am Ende mit 22:27.

Krefeld. Der Ausflug am Sonntagnachmittag nach Ostfriesland sich für die Drittliga- Handballer der HSG Krefeld als glatter Reinfall entpuppt. Mit 22:27 (10:12) bezog das Team von Trainer Olaf Mast beim OHV Aurich die achte Saisonniederlage. Vor rund 1000 Zuschauern gab allein die schwache Angriffsleistung in der zweiten Hälfte den Ausschlag.

Trotz der Niederlage behaupteten die Schwarz-Gelben mit 29 Pluspunkten den siebten Tabellenplatz vor den spielfreien Duisburger Löwen, die mit einem Punkt Rückstand dahinter rangieren. „Letztlich ist das Ergebnis vielleicht um ein bis zwei Tore zu deutlich ausgefallen. Aber am Auricher Sieg war nichts zu rütteln. Wir haben vorne zu kopflos agiert, obwohl wir uns deutlich mehr ausgerechnet hatten. Die Mannschaft schien gut vorbereitet, doch manchmal driften Trainings- und Spielleistung auseinander“, sagte Mast.

Dabei legte seine Mannschaft gewohnt forsch los und führte per Siebenmeter durch den wieder genesenen Rechtsaußen Thomas Plhak mit 1:0. Kurz darauf erhöhte Linksaußen Lukas Schmitz sogar auf 2:0. Diesen knappen Vorsprung hielten die Gäste vom Niederrhein bis sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff. Da kassierte Tim Gentges in einer äußerst fairen Begegnung beim Stande von 9:8 die einzige Krefelder Zwei-Minuten-Strafe. Die wiederum bestraften die Gastgeber prompt mit zwei Toren in Folge und ließen sich dann die erstmalige Führung nicht mehr nehmen.

Gleich nach dem Seitenwechsel verkürzte Kreisläufer Robin Spickers, mit fünf Treffern gegen die offensive Auricher Deckung der beste HSG-Torschütze, noch auf 11:12. Mirko Szymanowicz hielt sein Team per Siebenmeter mit 13:14 (36.) im Rennen. Doch nun riss der Faden im HSG-Spiel. Viel zu viele überhastete Angriffsversuche scheiterten an der gut aufgestellten OHV-Abwehr. Die Gastgeber zogen innerhalb von zehn Minuten mit Kontern mühelos auf 20:13 davon. Die Vorentscheidung war frühzeitig gefallen.

„Jetzt gilt es, in den letzten zwei Saisonspielen den Schalter noch einmal umzulegen. In Schalksmühle müssen wir eine bessere Angriffsleistung anbieten, um wieder zu punkten“, sagte Mast. Ein Sonderlob erhielt Torhüter Malte Jaeger, der den verletzten Phillip Ruch bis zu seiner Auswechslung (55.) für Dominic Heesen bestens vertrat.

HSG Krefeld: Jaeger, Heesen - Spickers (5), Weis (4), Szymanowicz (4/3), Fietze, Schmitz (3), Gentges (2), Plhak (2/2), Pannen (1), Pletz (1), Tenberken

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