HSG: Abschied für Trainer Bilanovic und ein Quintett

HSG: Abschied für Trainer Bilanovic und ein Quintett

Nach dem Heimspiel morgen trennen sich die Wege. Der Coach sagt: „Ich wäre gerne länger geblieben.“

Die Zeichen stehen auf Abschied: fünf Spieler und Trainer Dusko Bilanovic verlassen die HSG Krefeld nach dem letzten Meisterschaftsspiel am Samstag um 19 Uhr in der Glockenspitzhalle gegen den Absteiger ATSV Habenhausen. Interimscoach Bilanovic macht keinen Hehl daraus, wie gerne er in Krefeld geblieben wäre: „Schon bei der Übernahme des Trainerpostens wusste ich ja, dass der Tag des Abschieds kommen würde. Doch nach allem wäre ich gerne länger geblieben. Ich habe eine gute Mannschaft trainiert. Jetzt werde ich gezielt nach einem neuen Engagement suchen.“

Der 46-jährige Serbe holte bis heute 22:8 Punkte. Vor allem die Minusseite gibt dem Ex-Profi zu denken: „Die vielen verletzten Spieler haben uns zu viele Punkte gekostet. Das war für mich neu, solch eine extreme Zahl von Verletzungen habe ich noch nicht erlebt. Das wird selbst meinen Nachfolger noch einige Zeit beschäftigen.“

Neben Bilanovic verlässt in Jens-Peter Reinarz ein Ausnahmekönner die HSG. Der 35-jährige ist so vielseitig einsetzbar, wie kaum ein anderer Spieler in der 3. Liga. Mit fast 200 Toren gehört der gebürtige Solinger erneut zu den Toptorschützen. Aus privaten Gründen will Reinarz weniger trainieren, wechselt zu den Bergischen Panthern.

Der Traum von Torhüter Phillip Ruch war die 2. Bundesliga. Fünf Jahre hat Ruch dafür alles gegeben. Nun zieht es den „Kölsche Jung“ zum Heimatverein LSC Köln zurück. Mit Stefan Nippes im Verbund galt Ruch als das beste Torhüterduo der Liga. Benedikt Köß, der nach Aldekerk geht, stellte sich wie Tim Wirtz in den Dienst der Mannschaft. Der langjährige Korschenbroicher und Uerdinger Torwart bekam als dritter Keeper nur wenige Einsatzzeiten. Doch die HSG musste nach der Verletzungsserie von Nippes und Ruch im Vorjahr handeln, einen dritten Keeper in Bereitschaft halten. Tim Wirtz wechselte vom Regionalligisten Königshof an den Glockenspitz und spielte ein Halbsaison. Zehn Tore warf der Youngster und kehrt nun nach Königshof zurück.

Einen handballerischen Neuanfang sucht Hannes Hombrink. Der Nordhorner laborierte die komplette Saison an einer hartnäckigen Schambeinverletzung, spielt zukünftig für den VfB Homberg.

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