Holldacks neue Rolle

Der Allrounder beim KFC Uerdingen wird morgen gegen Oberhausen in der Viererkette den gesperrten Alexander Bittroff ersetzen.

Alexander Bittroff hat beinahe alle Ligaspiele in dieser Saison für den KFC Uerdingen bestritten. 25 von 26 waren es. Nur im Heimspiel gegen den Bonner SC fehlte der 29-jährige gebürtige Brandenburger wegen einer Verletzung. Ansonsten zählt der Rechtsverteidiger zu den Dauerbrennern in blau und rot.

Doch diesmal, im Heimspiel morgen gegen Rot-Weiß Oberhausen, wird Bittroff zuschauen müssen. Er hatte im Spiel in Aachen seine fünfte Gelbe Karte gesehen, ist für ein Spiel gesperrt. Die eingespielte Viererkette um Christian Dorda, Christopher Schorch und Mario Erb wird daher umbesetzt. Für Trainer Stefan Krämer ist der „Defensivblock“, zu dem er auch explizit den Mittelfeldspieler Tanju Öztürk zählt, ein Baustein für den Erfolg. Wenig Gegentore. Stabilität. Verlässlichkeit.

Nun aber muss eine Veränderung her. Krämer plant mit Jan Holldack als Option, die rechte Flanke abzudichten. Doch nicht nur dieser Posten als Rechtsverteidiger wird gegen Oberhausen vakant sein, auch Johannes Dörfler, der im rechten offensiven Mittelfeld mit viel Schwung in den vergangenen Wochen auf sich aufmerksam gemacht hat, wird krankheitsbedingt fehlen. Holldack als Bittroff-Ersatz ist eine Option. Krämer: „Jan interpretiert die Position offensiver als Alex. Wir werden eine gute Balance finden müssen. Jan kann mehrere Positionen spielen, er ist topfit und sehr flexibel einsetzbar.“

Der Blick nach hinten wird für Holldack wichtig sein im Heimspiel gegen RWO, gegen die die Uerdinger Anfang Februar im Pokal mit 0:2 verloren. Wer vor dem 21-Jährigen auflaufen wird, ist noch nicht sicher. Krämer kann sich vorstellen, den zuletzt zentralen Offensivmann Maximilian Beister nach rechts zu ziehen. Aber auch Oguzhan Kefkir könnte von der linken Seite nach rechts wechseln und für Dennis Chessa Platz machen. Auch Florian Rüter, der gegen Aachen auf rechts begonnen hatte, dem aber etwas die Bindung fehlte, ist eine Option. Krämer ist von Rüter angetan, sieht beim 27-Jährigen, der in dieser Spielzeit mit der einen oder anderen Verletzung zu kämpfen hatte, viel Potenzial: „Er bringt ein hohes Tempo mit, vor allem auf den ersten Metern und auch mit dem Ball. Ich traue ihm in der Liga eine sehr gute Rolle zu. Er hat alles, was man braucht.“ Krämer fügt auch an: „Ich möchte noch herausfinden, warum er seine Leistung, die er im Training zeigt, nicht dauerhaft auch im Wettkampf bringt.“