Hockey-Herren fordern Olympiasieger Argentinien

Hockey : Mehr als 2000 Karten für Hockey-Länderspiele verkauft

Die Nationalmannschaften der Frauen und Männer spielen in Krefeld gegen die Teams aus Argentinien.

Die Hockey-Festtage auf der Gerd-Wellen-Anlage gehen am heutigen Mittwochabend, 22. Mai, weiter. Die deutschen Frauen und Herren treffen im Rahmen der Pro League auf Argentinien. Mehr als 2000 Karten sind laut Veranstalter für die Duelle schon verkauft. Die große Tribüne, die für die Endrunde errichtet worden war, wird auch diesmal Platz bieten. Ansonsten ging es darum, die Kulissen nach dem Final-Four-Turnier binnen drei Tagen komplett umzubauen.

Die Frauen beginnen um 18.30 Uhr, im Anschluss ab 21 Uhr treffen die Herren dann auf den Olympiasieger und WM-Siebten aus Südamerika. Für Niklas Wellen, Stürmer des Bundesligisten Crefelder HTC, wird es ein Heimspiel: „Das ist natürlich für mich zusätzlich etwas Besonderes. Wir sind alle heiß darauf, den Olympiasieger zu schlagen.“ Einen Treffer hat der 24-Jährige in sechs Spielen der Pro League 2019 erzielt. Bei den Frauen steht die gebürtige Anne Schröder im Aufgebot, die am Sonntag erst auf diesem Platz die Deutsche Meisterschaft mit dem Club an der Alster feierte.

Auch die Krefelderin Selin Oruz, die im Endspiel mit dem Düsseldorfer HC unterlag, ist im Kader. Für die Frauen und Männer geht es auch schon um eine gute Bewerbung für die Kadernominierung für die Europameisterschaft im August in Antwerpen. „Der Trichter soll in Richtung EM-Vorbereitung gehen“, sagt Herren-Bundestrainer Stefan Kermas, der mit dem Team bei der WM im vergangenen Dezember Platz fünf holte. Damen-Trainer Xavier Reckinger betont: „Die Mädels waren noch nie zu so einem Saisonzeitpunkt so fit wie dieses Mal.“ Die Frauen wurden ebenfalls Fünfte bei der WM 2018.

Nur die besten vier Mannschaften kommen in die Endrunde

Nur die besten vier Mannschaften erreichen am Saisonende der Pro League die Endrunde Ende Juni und sind damit für die Olympia-Qualifikation gesetzt.

Die deutschen Herren sind nach den jüngsten Niederlagen in Mönchengladbach gegen die Niederlande (2:4) und England (0:1) Tabellensechster mit zwei Siegen, zwei Remis, drei Niederlagen und einer Siegquote von 38 Prozent und geraten schon unter Druck.

Wellen: „Wir beschäftigen uns damit, wenn es soweit ist. Aber aktuell macht sich keiner bei uns wegen der Tabelle verrückt.“ Gegner Argentinien rangiert einen Platz vor den Deutschen mit einer Quote 53 Prozent.  „Wir müssen Punkte für die Weltrangliste sammeln. Das sind hier keine Testspiele. Es gibt auf diesem Niveau keine leichten Gegner.

Auch die deutschen Frauen sind in einer Außenseiter-Rolle am Mittwochabend. Die Südamerikanerinnen sind Zweite der Tabelle mit 82 Prozent Siegquote, hinter den Niederlanden. „Holland und Argentinien sind momentan ein Stück weg“, sagt Bundestrainer Reckinger: „Trotzdem heißt das nicht, dass das sichere Siege sind.“

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