Hockey-Bundesligist Crefelder HTC startet in die Saison auf dem Feld

Hockey : CHTC im Schweinsgalopp durch die Bundesliga-Saison

Binnen sechs Wochen spielt das Hockeyteam achtmal. Am Samstag geht es zum Polo Club nach Hamburg.

Mit der Reise in die Hansestadt Hamburg beginnt für die Hockeyspieler des Bundesligisten Crefelder HTC am Samstag die Restsaison auf dem Feld. Sechs intensive Wochen stehen damit an, denn am 12. Mai ist die Bundesliga-Rückrunde schon wieder beendet. Eine Woche später werden die vier besten Herren- und Damenteams in Krefeld ihre Meister ausspielen.

Manchmal sind zwischen zwei Spielen weniger als 16 Stunden

Ein straffes Programm, das in den Vereinen wie dem CHTC auf nicht viel Gegenliebe stößt. Drei Doppelspiel-Wochenenden sind zu bestreiten. „Manchmal hat man keine 16 Stunden Pause zwischen den beiden Spielen“, sagt CHTC-Trainer Robin Rösch. Von strapaziösen Fahrten quer durch Deutschland innerhalb eines Wochenendes bleiben die Krefelder aber diesmal verschont (Grafik Spielplan).

Da die Wettbewerbe der Nationalmannschaften im Hockey Vorrang genießen, wird die Bundesliga terminlich zusammengeschoben. Im Februar etwa tourte die Nationalmannschaft drei Wochen durch Ozeanien und Argentinien im Rahmen der Pro League, einer Weltliga des Hockeys. Auch im März gab es Partien, Ende April wird in Mönchengladbach international gespielt. Auch der Juni ist mit Pro-League-Spielen belegt. Lediglich dazwischen bleibt Raum für die nationalen Ligen. Überlegungen gebe es, so ist zu hören, den Ligabetrieb vom Deutschen Hockey Bund loszueisen, wie CHTC-Hockeywart Gerrit Buddenberg verrät. Auch die Einführung einer Play-off-Phase, CHTC-Chef Dirk Wellen soll ein Verfechter sein, sei ein Thema in der Diskussion.

Nationalspieler Niklas Wellen
ist zum Auftakt dabei

Das aber ist noch Zukunftsmusik für Trainer Robin Rösch und seine Mannschaft, die eine „durchwachsene Vorbereitung“ durchlebt hat. Timo Kossol fehlte mit Knieproblemen und wird auch in Hamburg gegen den Aufsteiger Polo Club ausfallen. Das gilt auch für Michael Robson, der sich den Daumen gebrochen hatte, am Montag aber mit einem Schläger hantierte. Erstmals wieder nach langer Pause. Auch Ben Francis war wegen eines Muskelfaserrisses mehrere Wochen außer Gefecht gewesen, Matthew Bell ist angeschlagen.

Der CHTC absolvierte ein Trainingslager in Irland, traf dort mit seinen irischen und walisischen Nationalspielern zusammen. Rösch: „Es war sehr erfolgreich. Es ging darum, sich gegen Widerstände durchzusetzen. Das Team hat eine gute Mentalität gezeigt.“ Die gute Nachricht: Nationalspieler Niklas Wellen steht am Wochenende zur Verfügung.

Ex-CHTC-Spieler Witthaus trainiert den Polo Club Hamburg

Der Polo Club ist bereits der vierte Verein, der die Hockey-Hauptstadt Hamburg in der Bundesliga repräsentiert. Der Aufsteiger verfügt über einen üppigen Etat und wird vom ehemaligen Krefelder Matthias Witthaus trainiert. Zudem haben die Hansestädter bereits zwei Partien in der vergangenen Woche bestritten, sind also im Rhythmus. CHTC-Trainer Robin Rösch muss seit dem Winter auch auf den Südafrikaner Daniel Sibbald verzichten, der in seiner Heimat bleibt. Ersatztorwart Anton Zickler ist nach Australien gegangen, Jonas Radeke legt eine Pause ein.

Krefelder liegen acht Punkte hinter Quali-Rang für Endrunde

Dafür kommen Constantin Bernhard und Tom Dietz hinzu. Aus der U 18 zieht Rösch Kenzo Hüper und Mats Westphal hoch. Der Einbau junger Spieler in den Bundesliga-Kader geht weiter. „Wir werden von Spiel zu Spiel schauen. Wir befinden uns in einer schweren Saison, wollen eine neue Mannschaft aufbauen. Bisher ist der Einbau der Ausländer und jungen Spieler gut gelungen.“

Acht Punkte liegen die Krefelder hinter dem Tabellenvierten UHC Hamburg, dieser Rang würde die Teilnahme an der Endrunde Mitte Mai auf der heimischen Anlage sichern.