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Hockey: Berliner HC - Crefelder HTC 5:3

Hockey: Berliner HC - Crefelder HTC 5:3

Berlin. Der Berliner HC und der Crefelder HTC marschieren weiter im Gleichschritt in der Spitzengruppe der hockeyliga-Tabelle. Im direkten Duell der beiden Überraschungsteams der bisherigen Saison setzte sich allerdings der Hauptstadtklub im Penaltyschießen durch.

Krefeld entführt zumindest einen Punkt.

"Wir haben zunächst die schlechteste Halbzeit seit langem abgeliefert, hätten uns auch über ein 0:4 zur Pause nicht beschweren können", sagte BHC-Coach Friedel Stupp. "Danach haben wir uns stark ins Spiel zurück gekämpft. Insgesamt geht das Remis wohl in Ordnung."

Der Berliner HC fand in der ersten Halbzeit so gut wie gar nicht statt. Im Spielaufbau zerfahren, Fehler bei den einfachsten Abläufen, die Spieler haderten mit sich und ihrer Leistung. Krefeld hingegen zeigte das, was es zuletzt so stark gemacht hatte: schnelles und einfaches Hockey über die starken Außenbahnen mit viel Druck auf das gegnerische Tor.

Nur die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. So musste Berlins erneut gut aufgelegter Schlussmann Uli Bubolz "nur" zwei Mal hinter sich greifen, als Oskar Deecke (6.) und Phillip Fröschle per Strafecke (16.) den Halbzeitstand herstellten. Die Halbzeitansprache in der BHC-Kabine musste gewirkt haben, denn die Zuschauer sahen wie ausgewechselt spielende Gastgeber.

"Plötzlich war die Leidenschaft und der Push da, und wir haben uns gleich ein paar gute Chancen erspielt.", so Stupp. Doch erst in der 49. Minute brachte die Aufholjagd Zählbares auf die Anzeigetafel: Jonas Swiatek verwandelte eine Ecke zum Anschlusstreffer. Der CHTC verlor jetzt seinerseits die spielerische Linie - und einen Akteur: Linus Butt musste wegen Meckerns nach einem umstrittenen Stockschlagen mit Gelb vom Platz.

In der Folge haderten die Gäste mit den Schiedsrichtern, die viele Aktionen gegen den CHTC auslegten. In dieser Phase besorgte Niklas Cartsburg den mittlerweile verdienten Ausgleich (55.). Der fleißige Robert Marx brachte sein Team nur sieben Minuten später per Eckenvariante zum ersten Mal in Führung. Doch kurz vor Schluss rettete Phillip Fröschle sein Team mit seinem zweiten Eckentreffer ins Penaltyschießen.

Dort hielt Berlins Bubolz zwei Mal gegen Deecke und Wüterich und sicherte seinem Teamn so die zwei Punkte. "Hut ab vor der Leistung der Berliner", lobte Krefelds Trainer Dietmar Alf den Gegner. "Das was bei uns in der ersten Hälfte gut geklappt hatte, haben die Berliner im zweiten Durchgang richtig gemacht. Wir haben nach der Pause nicht mehr ins Spiel gefunden und sind zudem auch nicht so ganz glücklich mit einigen Entscheidungen."