Handball: Lösung für Harzproblem in Krefelder Turnhallen gesucht

Handball : Lösung für Harzproblem in Krefelder Turnhallen gesucht

Der Krefelder Sportausschuss diskutiert Ende September über alternative Haftmittel für die Handballer. Die Reinigungskosten wegen des Harzes sollen bisher eine sechsstellige Summe verschlingen.

Die Diskussionen rund um die Nutzung von Harz als Haftmittel im Handballsport wird Ende September auch den Sportausschuss beschäftigen. Die SPD hat einen entsprechenden Antrag für die Sitzung am 26. September eingereicht und bittet die Verwaltung um eine aktuelle Stellungnahme zur problematischen Verwendung von Harz in Krefelder Sporthallen und mögliche Lösungsansätze. Die SPD will in ihrem Antrag konkret diese drei Punkte angehen.

Sachstand: Die Stadt soll einen aktuellen Sachstand „hinsichtlich der Verwendung von Haftmitteln im Handballsport in den städtischen Sporthallen sowie deren Reinigung darstellen“.

Kosten: Öffentlich gemacht werden soll auch der Kostenaufwand für die regelmäßige Reinigung einer zweiten Sporthalle neben der Glockenspitz-Halle. Entsprechende notwendige Mittel sollen im Haushalt für 2020 ermittelt und wenn möglich bereitgestellt werden.

Alternativlösungen: Auch die Suche nach Alternativen, „wie die eigenständige Reinigung durch die Sportvereine, die Anbringung von Schutzfolien für Prallschutzanlagen und andere Sportgeräte usw., auch hinsichtlich rechtlicher Fragen wie der Betreiberhaftung, soll die Stadt erläutern und einordnen.

Hallen in Hüls und Königshof sind weiterhin geschlossen

Die Nutzung von Harz zu Trainings- und Spielzwecken ist in Krefeld nur den Handballern der HSG Krefeld (2. Liga) und den A-Junioren von Adler Königshof (U19 Bundesliga) in der Glockenspitzhalle erlaubt. Zudem dürfen die A-Junioren auch bei Heimspielen in der Halle Königshof das Haftmittel benutzen. Allen anderen Teams ist das „Harzen“ untersagt, da die Reinigungskosten nach Angaben des Sportamtes bis zu sechsstellige Summen pro Halle pro Saison aufweisen können.

Trotz des Verbots hatten in der Vorwoche Mannschaften von Adler Königshof und dem Hülser SV mit Harz trainiert. Die Hallen sind in den vergangenen Tagen von den Vereinen unter Aufsicht des Sportamtes gereinigt worden. Seit Mittwoch ist auch die Halle in Königshof wieder für Sportler geöffnet. Adler-Vorsitzender Hans Krüppel sagt: „Die selbstständige Reinigung könnte ein Lösungsansatz sein.“