Handball: Jörg Förderer will nur noch Trainer sein

Handball: Jörg Förderer will nur noch Trainer sein

Der Trainer des SC Bayer Uerdingen gibt vor der Rückrunde seine Doppelrolle auf und sitzt künftig nur noch auf der Bank.

Krefeld. Vier Niederlagen in Folge, nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ersten von drei Abstiegsplätzen und zum Rückrundenauftakt der Handball-Regionalliga den überragenden Aufsteiger und Tabellenzweiten TuS Niederwermelskirchen (26:4 Punkte) vor der Brust. Für das junge und unerfahrene Team des SC Bayer Uerdingen (12:18 Punkte) dürfte das neue Jahr beginnen, wie das alte aufgehört hat: Mit einer Niederlage.

"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Niederwermelskirchen ist einfach nicht der Gradmesser für meine Mannschaft. Da liegt die Messlatte nun wirklich sehr hoch", sagt Uerdingens Trainer Jörg Förderer für seine Mannschaft vor der Begegnung am Samstag (18 Uhr) in der Bayer Sporthalle nur die Rolle des krassen Außenseiters.

Doch ein Blick in den Spielplan zeigt, dass in Soest, Dormagen und Gladbeck zumindest drei der sechs Abstiegskonkurrenten noch in der Bayer-Halle aufkreuzen. "Punkte müssen her und zwar schnell," fordert Förderer.

Dabei will der morgen 36 Jahre alt werdende Ex-Bundesligaprofi nach Möglichkeit nicht mehr als Spieler auflaufen. "Ich glaube, ich hemme einige Jungs mit meiner Anwesenheit auf dem Spielfeld. Sie verlassen sich dann auf meine Erfahrung. Und ich werde auch nicht jünger. Zudem habe ich in Thomas Pannen, Steffen Heger und Lukas Schmitz drei Akteure, die auf der Mittelposition spielen können", sagt Förderer, der den mehrfach revidierten Rückzug nun endgültig vornehmen will.

Sollte das grippekranke Trio, Thomas Pannen, Thorsten Giesbertz und Lukas Schmitz, bis Samstag genesen, würde nur Torhüter Sven Bartmann ausfallen. Der 21-Jährige verletzte sich erneut am Knie und soll eine Bänderverletzung nun gründlich auskurieren. Für ihn stünde Vater Udo parat, der schon in Gladbeck bewies, dass er mit 47 Jahren noch nichts verlernt hat.

Verbandsliga-Tabellenführer Adler Königshof will nach dem überraschenden Pokal-K.o. in Herne ebenfalls am Samstag (18 Uhr) gegen die HSG Mülheim/Oberhausen neues Selbstvertrauen tanken, denn bereits eine Woche später steigt das Spitzenspiel beim TV Lobberich. Der TV Oppum (in Schermbeck) und Treudeutsch Lank gegen Schwafheim benötigen Siege. um die Abstiegszone von sich fern zu halten.