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Handball: HSG hofft gegen Hamburg auf die Wende

Handball : HSG hofft gegen Hamburg auf die Wende

Nach der Entlassung von Trainer Arnar Gunnnarsson führen Kapitän Tim Gentges und Co-Trainer Felix Linden den Handball-Zweitligisten für zwei Spiele – Debüt am Samstag.

Jetzt helfen keine Ausreden mehr bei Handball-Zweitligist HSG Krefeld. Nach der Trennung vom isländischen Trainer Arnar Gunnarsson ist das gesamte Team um Kapitän Tim Gentges und Co-Trainer Felix Linden gefordert, am Samstag um 19 Uhr in der Glockenspitzhalle beim vorweihnachtlichen Kräftemessen mit dem Handball Sport Verein Hamburg eine Antwort auf die zuletzt schwachen und enttäuschenden Leistungen zu geben. Nach nur 2:30 Punkten aus 16 Spielen und nach acht Niederlagen in Folge stellt sich allerdings die Frage, ob das gerade gegen den Ex-Erstligisten möglich sein wird.

Spaßband Jeck United
soll für Stimmung sorgen

Das Match gegen die Hanseaten ist der Schlusspunkt des 1. Krefelder Hallensport Spektakels, das am Samstag um 14.30 Uhr mit dem Hockey-Bundesliga-Match zwischen dem CHTC und Rot-Weiß Köln seinen Auftakt hat. Zwischen den beiden sportlichen Events unterhält die Krefelder Spaßband Jeck United die Fans. Vor dem Match gegen den HSV kam es jedoch auf Wunsch der Mannschaft zu Veränderungen in der Teamstruktur. So bilden Gentges und Linden zumindest gegen Hamburg und am Donnerstag, 26. Dezember, beim VfL Lübeck-Schwartau das Führungsduo. Unterstützt werden sie vom neu gewählten Vize-Kapitän Simon Ciupinski.

Im Tor steht neben dem Ungarn Norman Toth erneut der sportliche Leiter Stefan Nippes. Zwei Mal in dieser Woche trainierte Nippes mit der Mannschaft, ansonsten ist der 33-Jährige dabei, einen neuen Trainer zu finden. Viel Zeit bleibt nicht, denn bereits am Donnerstag, 9. Januar ist wieder Trainingsauftakt. Nippes: „Wir suchen einen Trainer für sechs Monate, der uns durch die 2. Liga führt und der uns in der momentanen Situation hilft. Der aber auch in unserer Mannschaft sportlich mehr sieht, als sie bisher zu leisten vermochte.“ Hohe Ansprüche von Nippes, der keinen Feuerwehrmann, aber einen Coach mit Erfahrung sucht.“

Mit der Trainerentlassung geht im Klub die Hoffnung einher, dass gegen die bislang auswärts nicht gerade überragenden Hamburger doch etwas Zählbares herausspringen könnte. Denn in neun Auswärtsspielen brachte der HSV es bisher nur auf fünf Punkte. Nippes sagt: „Es kann eigentlich nur besser werden, denn ich habe selten ein Spiel gesehen, in das eine Mannschaft so wenig investiert hat und wie gelähmt wirkte wie gegen Konstanz.“ Auf reichlich Unverständnis in der HSG-Führung stieß der nur einen Tag nach der Trainerentlassung öffentlich gemachte Wechsel von Linkshänder Henrik Schiffmann zu seinem Ex-Klub, dem Regionalligisten TV Korschenbroich. Entgegen aller Absprachen, nach dem die Krefelder zuerst den Wechsel bekannt geben sollten, sorgte vor allem der unsensible Zeitpunkt der Veröffentlichung für Diskussionsstoff.