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Krefeld: Gerdts ist bei Fischelns Sieg über Meerbusch ein sicherer Rückhalt

Krefeld : Gerdts ist bei Fischelns Sieg über Meerbusch ein sicherer Rückhalt

Der Keeper des Fußball-Oberligisten zeigt beim 4:1-Erfolg im Derby gegen den Abstiegskandidaten eine starke Leistung.

Krefeld. Vier Geschlagene blieben noch Minuten nach dem Spielende auf der Reservebank sitzen. In sich gekehrt und mit nachdenklichem Blick. Niemand sprach ein Wort. Schlechte Stimmung herrschte beim TSV Meerbusch nach der 1:4-Niederlage im Derby beim VfR Fischeln, die die Aussichten auf den Klassenerhalt trübte. Zu allem Überfluss mussten sich die Gäste noch Spottlieder wie „Und schon wieder keine Punkte, TSV“ von einigen Fischelner Zuschauern anhören. Die siebte Niederlage im achten Oberliga-Duell der beiden Teams — der Abstand zum Nichtabstiegsplatz ist auf sechs Punkte angewachsen. Auch der Sportliche Leiter Christoph Peters, der sonst Rede und Antwort steht, wollte keinen Kommentar abgeben.

Nach einer ordentlichen ersten Hälfte und einer 1:0-Pausenführung durch einen Fernschuss von Kapitän Semir Purisevic ging es bergab — vier Gegentreffer innerhalb von 18 Minuten. Doch eigentlich war es der Ausgleich durch Philip Reichardt (54.), der den Gästen den entscheidenden Schlag versetzte.

Mittelfeldspieler Johannes Walbaum sagt: „Wir haben in der zweiten Hälfte keinen Zugriff mehr bekommen. Nach dem ersten Gegentreffer fallen wir auseinander, mal wieder. Es ist eine Kopfsache. Nicht Fischeln hat uns besiegt. Wir schlagen uns selbst.“ Fischeln, auf dessen Seite Simon Gerdts als Tormann eine gute Vorstellung zeigte und drei Mal in brenzliger Lage rettete, kam erst nach der Pause besser ins Spiel, drehte auf und rollte über den angeschlagenen Tabellen-16. hinweg. Lucas Reinert, der in die Startelf rutschte und sich ein Lob seines Trainer Josef Cherfi abholte, weil er sich auch in der Defensive mehr engagierte, sorgte mit einem Doppelpack für die Wende. Kevin Breuer (72.) rundete das Ergebnis ab in einer Drangphase, als für die Gäste vieles zu schnell ging. Cherfi sagt: „In der ersten Hälfte haben wir die Schwäche des Gegners nicht ausgenutzt. Das lief nach der Pause besser. Wir wussten, wenn der TSV Meerbusch ein Tor bekommt, kommt die Unsicherheit zurück.“ anle