Galopprennen im Stadtwald: Sieben Pferde aus Krefeld gehen an den Start

Galopp : Sieben Pferde aus Krefeld gehen an den Start

Sonntag steigt der Sparkassen-Renntag im Stadtwald. Mit dabei ist die Stute Panoramica.

Die nicht ständigen Besucher der Galopprennen auf der Bahn im Krefelder Stadtwald werden es kaum merken, dazu bietet der populäre Sparkassen-Renntag am Sonntag (erster Start um 14 Uhr) zu viel Abwechslung abseits des Rennbetriebes auf dem grünen Rasen. Zeitgleich mit Krefeld werden in Köln acht Rennen gestartet und die Stammbesucher der Rennen in NRW werden sich dort aufhalten, denn im Weidenpescher Park findet mit dem Preis des Winterfavoriten um 155 000 Euro das wichtigste deutsche Rennen für zweijährige Vollblüter statt.

Der Krefelder Trainer Mario Hofer sattelt dort den Außenseiter Palimero aus dem Gestüt Etzean mit Lukas Delozier. Er wird in Köln vor Ort sein, nicht in Krefeld.

49 Pferde gehen in sechs
Rennen in Krefeld an den Start

Zwei Renntage zeitgleich in NRW, das hat es in der deutschen Rennsportgeschichte seit 1822 noch nie gegeben. Die Erklärung dafür: der Kölner Rennverein wollte eigentlich am 13. Oktober seine Veranstaltung durchführen, doch an diesem Sonntag findet der Köln-Marathon mit zahlreichen Straßensperren statt. Krefeld wiederum hatte sich mit der Sparkasse als überlebenswichtigem Partner für den Renn-Club schon lange auf den 6. Oktober festgelegt. Der Dachverband in Köln hat eine Doppelbesetzung für alle Funktionen im Bereich Rennleitung, Zielrichter, Starter und Doping-Beauftragten gefunden.

49 Pferde werden in den sechs Rennen in Krefeld antreten und es sind etliche renommierte Gestütsrennställe wie Röttgen, Fährhof, Wittekindshof und Auenquelle dabei. Wobei der Auenqueller Trainer Jens Hirschberger den Diana-Stall am Mülheimer Raffelberg in Kürze verlassen muss. Sein Nachfolger wird der bisherige Futtermeister Marcel Weiss, schon lange im Besitz einer Trainer-Lizenz. Mit nur neun Siegen in 2019 waren die Betreiber des Rennstalles nicht zufrieden. Am Sonntag in Krefeld ist der gebürtige Sachse Hirschberger mit der zweijährigen Stute King Lady vertreten.

Den kürzesten Weg zum Start haben die sieben Pferde aus den Krefelder Ställen von Erika Mäder und Mario Hofer. Ken Red, Wild Papillon und Nareia werden von Erika Mäder gesattelt. Zwei Rennen hat die Trainer-Verbands-Präsidentin in dieser Saison gewonnen. Eines davon mit Nareia am 10. Juni, der erste Erfolg gelang mit Dreamworks bereits am 6. Januar in Dortmund.

Für Mario Hofer sind Nona, Vancuro, Azonto und die Stute Panoramica aus dem Stall Samt und Seide dabei. Die fünfjährige Stute hat bislang drei Rennen gewonnen, ist 2019 bei fünf Auftritten aber noch sieglos und die dabei gewonnenen 2950 Euro Platzprämien decken die Kosten nicht.
Mario Hofer: “Nach den drei Siegen wurde es für sie immer schwerer. Den Kurs in Krefeld mag sie.“ Es reitet Ex-Champion Alexander Pietsch, den sie schon bei ihrem ersten Sieg im Sattel hatte.

Mehr von Westdeutsche Zeitung