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Einmal Gold und dreimal Silber für Uerdinger

Leichtathletik : Uerdinger holen einmal Gold und dreimal Silber

Die Leichtathleten des SC Bayer überzeugen bei den NRW-Nachwuchs-Meisterschaften in Dortmund.

Die Leichtathleten des SC Bayer 05 Uerdingen gewannen bei den NRW-Hallen-Meisterschaften in Dortmund einmal Gold und dreimal Silber. Für die DJK VfL Willich gab es Silber im Hochsprung durch Finn Schmitz mit 1,96 Metern. Am meisten staunte man über die 16-jährige Anna Keyserlingk (Uerdingen), die sich im Dreisprung um fast einen halben Meter auf 12,66 Meter steigerte. „Das ist mal ein Pfund“, freute sich Uerdingens Leichtathketik-Chef Peter Quasten, zumal Keyserlingk diese Weite sogar zweimal erreichte. „Und dabei war ich gar nicht vom Absprungbalken abgesprungen und hatte noch viele Zentimeter verschenkt.“ Im Vorjahr war sie zufällig zu dieser sehr schwierigen Sprung-Disziplin gekommen und wurde Deutsche Vizemeisterin der U18.

Tessa Srumpf unterbietet Norm für Deutsche Meisterschaften

Dreimal gab es Vizemeistertitel für den SC Bayer: zuerst für Tessa Srumpf im 400-Meter-Lauf der U18, auf der alles andere als idealen neuen Dortmunder Bahn, die nach Ansicht vieler Beobachter eine Fehlkonstruktion hinsichtlich Bahnbreite (nur 90 Zentimeter für jede Bahn) und falsch konstruierten Kurven in der mit 7,7 Millionen Euro modernisierten Halle ist. Die Bahn soll im Sommer schon wieder herausgerissen werden. Srumpf unterbot aber in 57,10 Sekunden die DM-Norm, die ihre Trainingskollegin Maya Semsch noch knapp verpasste. „Mit Bronze bin auch zufrieden“, meinte Top-Sprinterin Cynthia Kwofie (SC Bayer Uerdingen) nach einer Steigerung im 60-Meter-Finale auf 7,64 Sekunden.

Mehr als die Vizemeisterschaft war  trotz Steigerung auf 8,19 Sekunden für den Uerdinger Albert Kreutzer im 60-Meter-Hürden-Sprint nicht drin. Über die freute sich aber besonders die jüngste Teilnehmerin, Hannah Odendahl (SC Bayer 05), im 800-Meter-Lauf. Die erst 14-Jährige sicherte sich Silber nach einem schneidigen Spurt in 2:20,56 Minuten. Ihr Trainer Udo Krumm war nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis: „Hannah kann noch viel schneller laufen“, meinte er. Noch immer ohne Norm für die Deutschen Meisterschaften am Samstag, 15. Februar, in Neubrandenburg steht das Uerdinger Quartett in der 4x200-Meter-Staffel da. „Es sieht nicht gut aus“, so Trainer Detlef Franz, der erzählte, dass der Antrag der Uerdingerinnen auf Anerkennung der Hand-gestoppten Zeiten wegen Ausfalls der Elektronik keinen Aussicht auf Erfolg hat. Die Uerdingerinnen wollen nun am Sonntag, 2. Februar, in Dortmund bei den NRW-Meisterschaften der Erwachsenen die Norm noch nachträglich laufen.