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HSG Krefeld: Dusko Bilanovic schweigt zur HSG

HSG Krefeld : Dusko Bilanovic schweigt zur HSG

Der Serbe sitzt beim 31:25 der Krefelder gegen Aurich auf der Tribüne. Er soll die HSG ab Januar trainieren — bis Rogawska kommt.

Krefeld. Vor der Minuskulisse von 351 Zuschauern besiegte Handball-Drittligist HSG Krefeld den OHV Aurich mit 31:25 (15:8). Beim siebten Heimsieg in Folge boten die Krefelder eine konzentrierte Leistung und das vor den Augen von Dusko Bilanovic, dem potentiellen Nachfolger von Trainer Olaf Mast. Der 45-jährige Serbe dürfte im Januar für gut vier Monate Masts Nachfolger werden. Denn nach wie vor verdichten sich die Anzeichen, dass Ronny Rogawska, aktuell beim TV Korschenbroich, im Sommer Trainer der HSG werden wird.

Dusko Bilanovic trainierte einst Aurich und ART Düsseldorf. Foto: Lepke, Sergej (SL)

Routinier Jens-Peter Reinarz jedenfalls begrüßte nach dem Spiel freudig Dusko Bilanovic. Für die meisten Spieler jedoch war die Personalie Bilanovic eher eine faustdicke Überraschung. Der heiße Draht zur HSG scheint frisch, gleichwohl ist Bilanovic am Niederrhein kein Unbekannter, war bis März 2016 neun Monate Trainer beim späteren Drittligaabsteiger ART Düsseldorf.

In der abgelaufenen Spielzeit führte der 1,92 Meter große Ex-Profi die mittlerweile insolvente HSG Norderstedt mit nur zwei Minuspunkten zur Hinrunden-Meisterschaft in der 3. Liga, wurde dann nach nur zwei Niederlagen gekündigt. Fünf Jahre war der 50-fache serbische Junioren-Nationalspieler Trainer des OHV Aurich, hat dort seinen Wohnsitz. Auskünfte zu seinem möglichen Engagement in Krefeld wollte Bilanovic nicht geben. Aus der Auricher Kabine jedoch war zu hören, dass Bilanovic nicht aus alter Verbundenheit zum OHV in der Glockenspitzhalle sei, sondern um sich seine neue Mannschaft anzusehen.

Der überlegene Sieg über die Ostfriesen war da fast in Vergessenheit geraten, denn nach einer 29:17-Führung, zehn Minuten vor dem Schlusspfiff, wechselte Mast munter aus. Die personell ebenfalls arg geschwächten Gäste konnten Ergebniskosmetik betreiben. Zuvor gab Abwehrchef Damian Janus sein überfälliges Comeback, ersetzte aber nur den ebenfalls angeschlagenen Kapitän Marcel Görden. Auf der Tribüne saß schon überraschend Torhüter Phillip Ruch, dessen Fersenverletzung Probleme macht. Da durch die schwere Innenbandverletzung von Henrik Schiffmann kein Linkshänder im Rückraum spielen konnte, setzte Mast im Angriff vom Anpfiff an einen siebten Feldspieler zugunsten von Torhüter Stefan Nippes ein — eine erfolgreiche Maßnahme.