Handball: Doppeltes Derby zwischen Oppum und Vorst

Handball : Doppeltes Derby zwischen Oppum und Vorst

Die Handballteams der Klubs duellieren sich in der Landesliga und in der Oberliga - unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen.

Krefeld. Der TV Oppum lädt am Samstag zum doppelten Derby in die Sporthalle an der Scharfstraße. Um 17 Uhr trifft dort der ungeschlagene Bezirksliga-Tabellenführer TV Oppum II auf die Zweitvertretung aus Vorst. Genau zwei Stunden später stehen sich dann die Oberliga-Teams beider Klubs gegenüber.

Doch die Vorzeichen vor beiden Derbys könnten unterschiedlicher kaum sein. Denn Oppums zweite Mannschaft ist neben der Turnerschaft St. Tönis in der Landesliga und Oberliga-Tabellenführer Adler Königshof allein noch ungeschlagen. 20:0 Zähler hat das Team des Trainergespanns Falk Schwarz und Marc Kempkens bereits eingefahren.

Die Vorster dagegen schwächelten am letzten Spieltag, unterlagen überraschend gegen Adler Königshof III mit 21:22, sind mit 17:3 Punkten Zweiter. Bei einem weiteren Sieg hätten die Oppumer bereits fünf Punkte Vorsprung. Das erklärte Ziel, die Rückkehr in die Landesliga, würde näher rücken. Ljubomir Cutura, Trainer der 1. Mannschaft des TVO, blickt mit Spannung auf den Derby-Nachmittag: „Ich kann mich in meiner langen Trainerlaufbahn nicht an ein leichtes Spiel gegen Vorst erinnern. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen. In einem Derby ist immer alles möglich, gelten einfach andere Gesetze.“

Beide Teams spielen gegen den Abstieg, Oppum ist Zehnter der Tabelle, Vorst gar Schlusslicht. Für Cutura ist der Gesundheitszustand seines Teams wichtig. Torjäger Fabian Bednarzik soll nach Möglichkeit wieder spielen. Hinter dem Einsatz von Jan Walch steht wegen einer Handgelenksverletzung weiterhin ein Fragzeichen. Die Gäste aus Vorst kreuzen immerhin mit dem Toptorschützen der Liga, Andreas Bröxkes, auf. 80 Mal hat der Vorster bereits getroffen. Im Vergleich ein deutliches Plus gegenüber Oppums bestem Werfer Gerrit Held — das Eigengewächs des TVO hat 48 Mal ins Schwarze getroffen.

In Vorst sitzt Ron Andrae auf der Trainerbank: „Beide Teams kennen sich seit Jahren. Es gibt alte Rivalitäten. Wir haben zuletzt zwei sehr gut Leistungen gezeigt. Nur mit großem Einsatz und dem Willen, das Spiel gewinnen zu wollen, können wir bestehen.“